Diamanthochzeit von Emma und Adolf Kraus

Auf dem Feld kamen sie sich näher : Emma und Adolf Kraus feiern Diamantene Hochzeit

Unweit der Hauptstadt Kasachstan wuchsen sie als Nachbarn auf. Emma (80) und Adolf Kraus (84) kommen beide aus Roschdestwenka, das 35 Kilometer von der Hauptstadt – die damals noch Akmolinsk hieß, aber mehrmals den Namen änderte (1961 Zelinograd, 1992 Aqmola, 1998 Astana und 2019 Nursultan) – entfernt liegt. Erst im Frühjahr 1958 lernten sie sich richtig kennen – und lieben.

„Damals haben die Männer auf dem Feld gearbeitet und zwei Frauen waren immer dabei, um zu kochen“, berichtet Emma Kraus. Dabei kamen sie sich näher. „Wir haben im Herbst 1958 schon geheiratet, es aber erst am 18. Mai 1959 registrieren lassen“, sagt Adolf Kraus.

Schon bald folgte der erste von insgesamt vier Söhnen. Heute erfreuen sie sich an sieben Enkelkindern und sogar einem Urenkelkind, die sie von Zeit zu Zeit in ihrer Dürener Wohnung besuchen. Nach Deutschland kamen sie 1992. Zwei Mal sind sie danach noch einmal in ihrer Heimat zu Besuch gewesen. „Dort ist aber nichts mehr, wie es früher einmal war. Alles ist ganz anders“, berichtet das Ehepaar.

Doch was hat ihnen aneinander besonders gefallen? „Das kann man nicht so genau sagen. Wenn man kein Auge füreinander hat, lernt man sich aber auch nicht kennen“, betont der 84-Jährige. Die 80-Jährige fügt an: „60 Jahre gingen schnell vorbei. Es gab gute Tage und es gab schlechte Tage. Natürlich zankt man sich ab und zu, aber das ist normal.“

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