Düren: Dialektabend unter dem Motto „Dit und dat op Platt“ im Stadtmuseum

Düren : Dialektabend unter dem Motto „Dit und dat op Platt“ im Stadtmuseum

Als „Botschafter für das Dürener Platt“ wollte Bernd Hahne das Publikum im Stadtmuseum gewinnen. Bei den Gästen im voll besetzten Saal rannte er damit offene Türen ein, denn die meisten von ihnen waren bereits „Mehrfachtäter“, wie Moderator Rolf Terkatz sie nannte, weil er sie auch schon bei den ersten beiden Veranstaltungen unter dem Motto „Dit und dat op Platt“ begrüßt hatte.

Wie das Publikum hatten auch die meisten Vortragenden wie Franz-Josef Heinen, Josef Windhagen und Anni Funk bereits Erfahrung. Die Protagonisten waren fast alle bei den früheren Veranstaltungen dabei. So trugen Andrea Effing und Herbert Franken die letzte noch nicht gehörte Episode aus den Geschichten um „Oma Jertrud“ von Dieter H. Schmitz vor. Die weiteren Autoren von van der Giese über Schregel, Heinrichs, Gottschalk und Binnewies las sich wie ein „Who is who“ der Dürener Mundartdichter.

Ganz sicher nicht in diese Riege gehört der bekannte Sänger und Texter Otto Reutter, der vor fast 100 Jahren die Geschichte vom „Gewissenhaften Maurer“ schrieb. Diesen Text hat Hans-Ude Ruland unter dem Titel „Dä Sijelsteen“ genial ins Dürener Plat übertragen und bekam dafür zu Recht einen riesigen Applaus. Ebenso wie Helene Knein, die den „Kölschen Lohengrin“ völlig frei vortrug, und Bernd Hahne für seine Interpretation der beiden Texte von Josef Heinrichs „De Sonnebank“ und „Relijion: Siehr joot“.

Gesungen wurde auch, und zwar von Rita Koerffer und Rolf Terkatz, die Gerd Funk auf dem Akkordeon, oder wie es in diesem Rahmen heißen muss: „der Quetsch“, begleitete. Er machte dann auch später noch weiter, denn den Abschluss des Abends gestaltete die Heimatband schlechthin, die „Schweess Fööss“, die einige Lieder unplugged spielte.

(kel)