Düren: DGB wendet sich am 1. Mai gegen das Vergessen und das Nichtstun

Düren : DGB wendet sich am 1. Mai gegen das Vergessen und das Nichtstun

Wenn die Gewerkschaften zu ihren Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit am 1. Mai einladen, stehen in diesem Jahr bundesweit Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit im Vordergrund. Der DGB Kreisverband Düren hat für seine Veranstaltung das Motto „Gegen das Vergessen! Gegen das Auge verschließen! Gegen das Nichtstun!“ gewählt.

Ganz konkret sprechen Gewerkschaftssekretärin Ann-Katrin Steibert und der Vorsitzende des Kreisverbandes Ludger Bentlage dabei das rechtsextreme Gedankengut und damit einhergehende Aktionen an.

In diesen Zusammenhang passt es, dass der Demonstrationszug am 1. Mai vom Treffpunkt in der Kuhgasse ab 10 Uhr zunächst in die Kreuzstraße führt, wo um 10.15 Uhr eine Gedenktafel in Erinnerung an die Besetzung des ADGB-Hauses am 2. Mai 1933 enthüllt wird. Wie Ulli Titz recherchierte, wurden dort damals der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes Barthel Eichelmann und vier weitere Funktionäre in Haft genommen. Die auf einem Findling angebrachte Bronzetafel soll 85 Jahre nach diesem Ereignis an das Unrecht erinnern.

Über Kreuzstraße, Moltkestraße, Kölnstraße Schützenstraße, Bonner Straße und Oberstraße ziehen die Teilnehmer dann zur zentralen Kundgebung ab 11.45 Uhr auf dem Ahrweilerplatz.

Zu den Themen der Rede von Ludger Bentlage werden Niedriglöhne und Minijobs, Überstunden und Mitbestimmung ebenso gehören wie ungleiche Entlohnung von Männern und Frauen, ein gerechteres Steuersystem und ein soziales und solidarisches Europa. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Gruppe „Samba Candela“ und der Liedermacher Klaus Kläs.

(kel)
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