Deutsche Amateurmeisterschaft im Motocross in Titz

Motocross-Meisterschaft : „Wir sind alle wie eine große Familie“

Es war das vorletzte Rennen in dieser Saison. Die zweitägigen Deutschen Amateur-Meisterschaften im Motocross lockten etwa 300 Teilnehmer auf die Cross-Strecke des MSC Arnoldsweilers in der Nähe des Ortes Höllen in der Gemeinde Titz. Die Rennstrecke liegt nördlich am Fuß der Sophienhöhe.

Veranstalter und Organisator des Rennens ist der Deutsche Amateur-Motocross-Verband, kurz DAMCV. Jedes Jahr werden im Schnitt etwa zehn Rennen ausgetragen, um am Ende des Jahres den Deutschen Amateur-Meister im Motocross küren zu können.

Der DAMCV ist ein überregionaler Verband, dem vorrangig Motocross-Vereine aus Nordrhein-Westfalen angehören. Aber auch aus den benachbarten Benelux-Staaten nehmen Motocross-Fahrer an den Meisterschaftsrennen teil.

Insgesamt fuhren an den zwei Tagen 18 verschiedene Rennklassen. Von den Nachwuchsfahrern, der jüngste Teilnehmer war fünf Jahre alt, bis zu den schnellen Inter-Klassen, die teilweise über 60 PS besitzen. „Ein Rennen dauert etwa 15 bis 20 Minuten, je nach Klasse, die gerade fährt“, erzählt Frank Mertins, Sport- und Wettkampfleiter beim DAMCV. Vom „Jury-Bus“ aus überwacht Mertins die Strecke und behält den Überblick über die Zeiten und Abfolgen. Auf der Rennstrecke selber wird er durch Rennleiter Sven Günther und etwa 20 Streckenposten unterstützt. „Die Teilnehmer fahren die festgelegte Zeit lang, bis nach Ablauf der Zeit noch eine Finale Runde zu fahren ist“, so Sven Günther, der als Rennleiter genau weiß wem und wann er entsprechende Signale geben muss. Günther stammt aus Straß und fährt seit seiner Kindheit schon Motocross. Die Streckenposten sind selber Fahrer, die die Rennorganisation ehrenamtlich unterstützen.

Doch nicht bei jedem Rennen geht es um Wettkampf, Sieg und Meisterschaft. „Zum ersten Mal an diesem Wochenende startet unsere Hobbyklasse“, so Guido Barth, Pressewart des DAMCV und gleichzeitig langjähriges Mitglied im Motor-Sport-Club Kleinhau. Diese Hobbyklasse wurde ins Leben gerufen, um Fahrern ab 14 Jahren ohne Rennlizenz, die Möglichkeit zu geben, einmal Wettkampfluft zu schnuppern.

Der DAMCV und die Motocross-Vereine legen besonderen Wert auf die jungen Nachwuchsfahrer. „Es ist ein aufwändiges Hobby und demnach schwerer neue Leute zu finden“, so Guido Barth. Die meisten finden über die Familie und Freunde zu dem Sport.

So auch David Kippa, 17 Jahre alt und Fahrer in der „National MX-2 Klasse“. Der junge Motocross-Fahrer stammt aus Hürtgenwald. „Mit fünf habe ich angefangen mit dem Motocross. Mein Vater war im Verein in Kleinhau und da war es naheliegend, dass ich an den Sport gerate“, erzählt Kippa. Mittlerweile fährt David mit seinem Vater zu verschiedenen Wettkämpfen durchs Land, bis in die Schweiz. „Der Sport und die Wettkämpfe haben meinen Vater und mich viel näher zusammengebracht“, freut sich Kippa. Der Sport verbindet, nicht innerhalb der Familie, sondern auch innerhalb der Community.

„Wir sind alle wie eine große Familie“, sagt Guido Barth zum Schluss. Mehrmals im Jahr finden Rennen, Wettkämpfe und Veranstaltungen statt, an denen sich die Motocross Gemeinde trifft.

(tj)