Derby zwischen dem 1. FC Düren und Borussia Freialdenhoven am Sonntag

Fußball-Mittelrheinliga : „Klar ist: Beide wollen unbedingt siegen“

Wenn der 1. FC Düren an diesem Samstag zu Hause auf Borussia Freialdenhoven trifft, ist es das dritte Pflichtspielduell der beiden Klubs innerhalb von weniger als vier Monaten. Das Hinspiel am ersten Spieltag Ende August gewann die Borussia mit 1:0, Anfang Oktober im Finale des Kreispokals setzte sich der FCD im Elfmeterschießen durch.

Aktuell belegen die Dürener Platz neun mit 16 Punkten, Freialdenhoven ist Dritter mit zehn Punkten mehr auf dem Konto. Zuletzt verloren beide etwas an Boden: Düren gewann keines der letzten vier Spiele, die Borussia im selben Zeitraum nur eins. Daniel Marx sprach vor dem Derby mit den beiden Trainern Bernd Lennartz (1. FC Düren) und Wilfried Hannes.

Die Hinrunde ist seit dem letzten Spiel beendet. Haben Sie die Erwartungen erfüllt, die Sie und Ihre Mannschaft sich gesteckt hatten?

Lennartz: Ich denke, wir sind fünf, sechs Punkte hinter dem zurück, was unsere Leistung an Punkten hergegeben hätte. Wir haben aus den Partien, in denen wir überlegen waren, zu wenig Kapital geschlagen. Grundsätzlich die Erwartungen unterschritten haben wir damit aber nicht, wir hatten durchaus damit gerechnet, dass die Konstanz noch nicht so da sein würde.

Hannes: Wenn du als Dritter aus der Hinrunde hinausgehst, dann gibt es wenig Anlass zur Kritik. Die Liga hat durch die starken Aufsteiger noch einmal an Qualität hinzugewonnen, deswegen bin ich froh, dass wir so viele Punkte haben. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass die Neuzugänge im Sommer alle Erwartungen erfüllt haben.

Was erwarten Sie vom nächsten Duell mit dem Lokalrivalen?

Lennartz: Dass man sich taktisch gegenseitig nicht mehr groß überraschen kann, dafür kennt man sich zu gut. Ob der Gegner jetzt mit Gerard Sambou als Teil einer Doppelsechs an den Start geht oder als alleinigem Sechser, das ist gar nicht so wichtig. Das erste Derby haben wir unter Wert verloren, da hatten wir einen Punkt verdient. Klar ist: Beide wollen unbedingt siegen, auch weil es das letzte Spiel vor einer langen Pause ist. Da bekommst du nicht direkt wieder die Chance, eine Niederlage wettzumachen.

Hannes: Mal sehen, wie wir uns taktisch aufstellen, wir haben ein paar Möglichkeiten zu variieren. Wir lassen das auf uns zukommen, nach der knappen und unnötigen Niederlage in Bergisch Gladbach (1:2) fühlen wir uns stark genug, um zu gewinnen. Wir fahren zu einem sehr guten Gegner, auch wenn ich glaube, dass er mit den 16 Punkten nicht zufrieden ist. Dort wird schon ein hoher Aufwand betrieben. Das zeigt aber noch einmal, wie hoch das Niveau in der Mittelrheinliga ist.

Es geht danach erst Anfang März weiter. Was passiert in der Winterpause?

Lennartz: Alle unsere Spieler haben einen gültigen Vertrag. Daher würden wir personell nur etwas tun, wenn ein Spieler mit dem Wunsch sich zu verändern auf uns zukommt. Unsere Ambition ist es nicht, in der Rückrunde noch einmal 16 Punkte zu holen. Es sollten dann schon ein paar mehr werden.

Hannes: Nach dem Spiel steht erst einmal unsere Weihnachtsfeier an, das ist seit Jahren gute Tradition. Danach werden wir uns sicher noch einmal mit den Jungs zusammensetzen und über unsere Weichenstellungen sprechen. Wir haben noch den Mittelrheinpokal im Blick, wo wir und der 1. FC Düren ja noch vertreten sind. Warum nicht noch einmal ein Derby? Dann wäre gewährleistet, dass einer der beiden Klubs aus dem Kreis ins Halbfinale kommt.

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