Kreis Düren: Der wärmste Mai seit 1937

Kreis Düren : Der wärmste Mai seit 1937

In weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen und auch im Kreis Düren übertraf der Mai 2018 alle bisherigen Temperaturrekorde seit mindestens 1937. Die Hocheifelstation Schneifelforsthaus (unweit von Udenbreth) zeigte sogar einen neuen Mai-Rekord seit 1889. Bisher führte das Jahr 1917 die Rekordliste an mit einer Durchschnittstemperatur von 13,3 Grad, jetzt waren es 13,5 Grad.

In den Niederungen rund um Düren erreichte der Mai folgende Mittelwerte: Jülich-Linnich Mitteltemperatur 16,5 Grad (Rekord bisher 16,3 im Jahr 2008), Langerwehe Mitteltemperatur 16,3 (Rekord bisher 15,8 im Jahr 2008), Düren Mitteltemperatur 16 (Rekord bisher 16,2 im Jahr 2000), Vossenack Mitteltemperatur 14,8 (Rekord bisher 14,9 im Jahr 2000). Die Abweichungen vom 30-jährigen Mittel lagen zwischen +2,4 und +2,9 Grad.

Es war nicht nur extrem warm, sondern auch sehr trocken und dazu noch extrem sonnig. Die Höchstwerte dieses letzten Frühlingsmonats wurden meist am 28. Mai erreicht mit folgenden Werten: 30 Grad in Nörvenich, 29,8 in Drove, 29,7 in Gevenich, 29,6 in Düren, 29,3 in Langerwehe, 28,1 in Heimbach, 26,8 in Schmidt und 25,9 Grad in Vossenack.

Die Zahl der Sommertage über 25 Gard lag in den Niederungen bei 11 bis 12, in der Rureifel bei vier bis sechs Sommertagen. Frostnächte traten nur noch in exponierten Tallagen auf (Heimbach -0,3° Grad Luftfrost und am Erdboden bis -2,4 Grad).

Beim Blick auf die Sonnenscheinsummen erinnert der Mai an die Sommermonate, die Abweichungen lagen 30 bis 40 Prozent über den Mittelwerten.

Der Mai gehörte damit zweifellos zu den fünf sonnigsten seit Beginn der Messungen, das zeigen auch folgende Zahlen aus dem Kreisgebiet: Langerwehe 297 Stunden, Schmidt 280, Drove 272, Nörvenich 268, Düren 265, Heimbach 236 und in Vossenack 193 Stunden. Im Raum Nörvenich-Jülich war es der zweithöchste Sonnenscheinwert seit dem Zweiten Weltkrieg.

Beim Niederschlag waren die Unterschiede durch Schauer und Gewitter zum Monatsende sehr groß. Bis zum 27. Mai lagen die Regensummen gerade mal bei 50 Prozentder Langzeitwerte. Unwetterartige Gewitter brachten am 29. Mai Regenmengen zwischen 20 und 40 Lieter pro Quadrtameter 40,4 in Hergarten.

(kjl)
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