„Der Udonaut und die Panikpräsidenten" zu Gast in Düren

Konzert : „Der Udonaut“ rockt in Düren

Man könnte fast glauben, es wäre der echte. Schaut man nicht genauer hin, wer da unter Hut und Sonnenbrille steckt und Udo Lindenbergs Hits so herrlich authentisch dahin nuschelt, ist die Illusion perfekt.

„Der Udonaut und die Panikpräsidenten" eröffneten am Samstagabend in der Dürener Fabrik für Kultur und Stadtteil „Becker und Funck“ die diesjährige Konzertsaison und begeisterten das Publikum mit einem ausgezeichneten Tribute-Konzert mit dem Stücken der Deutschrockikone.

Sänger Dominik Feist schlüpfte von Kopf bis Fuß in die Rolle. Neben der charakteristischen Kopfbedeckung trug er eine hautenge schwarze Hose und das dazu passende Jackett mit den hellen Streifen an den Ärmeln. Dazu noch Nietenarmband und -gürtel und man konnte meinen, er hätte das Outfit direkt aus Udo Lindenbergs Kleiderschrank mitgehen lassen.

Aber ein gutes Kostüm reicht noch lange nicht für die perfekte Illusion. Diese entstand erst durch sein sympathisch authentisches Auftreten mit vielen von Udo Lindenbergs typischen „Moves“ auf der Bühne. Er wirbelte das Mikrofon am Kabel durch die Luft oder sang nach vorne gebeugt ins Publikum und tanzte dabei mit diesen typischen Trippelschritten. Selbst seine Haltung hatte sich Dominik Feist perfekt abgeschaut.

Das letzte Element ist selbstverständlich die Stimme und auch die meisterte der „Udonaut“ mit Bravour. Zusammen mit den „Panikpräsidenten“ Volker Pütz und Markus Stommel an der Gitarre, Andreas Herkenhöhner an Piano und Keyboards, Bernd Rensinghof am Bass und Willy Rövenich am Schlagzeug brachte er den „Udo-Sound“ auf die Bühne. Dazu gehörten wie beim Original natürlich laute und leise Töne.

Zu Beginn wurde den Dürenern erst einmal eingeheizt. Zu „Woddy Woddy Wodka“, „Odyssee“ oder „Ich mach mein Ding“ wurde in den ersten Reihen wie auf der Bühne schon ordentlich abgerockt. „Party Hauptstadt Düren“, so der „Udonaut“ immer voll in der Rolle. „Ihr geht ja ab wie ein Zäpfchen.“

Etwas ruhiger wurde es dann mit „Ich zieh` meinen Hut“ und dem Akustik-Song „Cello“. Bei diesem Klassiker sang das Publikum besonders enthusiastisch mit. Eine kleine Anspielung auf den Konzertort gab es dann zu allgemeinem Gelächter auch noch mit der Songzeile: „Und heute wohnst du in Düren und dein Cello steht im Keller.“

Die Tribute-Band überzeugte mit viel Liebe zum Detail und einer ausgezeichneten Performance. Man konnte sich in die Udo-Illusion regelrecht hereinfallen lassen und vergaß vielleicht auch kurz, dass eben nicht der echte auf der Bühne stand. „Der Udonaut und die Panikpräsidenten" sind jedenfalls für alle Lindenberg-Fans nur zu empfehlen.

(kim)