Der Taekwondo-Verein Düren feiert seinen 30. Geburtstag

Kondition und Konzentration : Taekwondo-Verein Düren feiert seinen 30. Geburtstag

Der Taekwondo-Verein Düren hat jetzt auf dem Sportplatz des Schulzentrums Athenée Royal an der Rudolf-Diesel-Straße seinen 30. Geburtstag gefeiert.

Mit acht Mitgliedern fing alles an. Auf der Suche nach einem durchaus fordernden Sport, der Fitness, Kondition und Konzentration miteinander verbindet, wuchs das Interesse an der koreanischen Kampfkunst Taekwondo, die genau wie Karate nicht zuletzt dank zahlreicher Hollywood-Filme auch außerhalb Asiens immer mehr Anhänger fand. Nachdem längere Zeit gemeinsam trainiert wurde, reifte der Entschluss, einen eigenen Verein zu gründen. 30 Jahre ist das her, der Geburtstag des Taekwondo-Vereins Düren wurde Samstag auf dem Sportplatz des Schulzentrums Athenée Royal an der Rudolf-Diesel-Straße gefeiert. Seit 2000 ist die Sporthalle des Zentrums auch die Heimat der sogenannten Taekwondoin.

„Heute haben wir über 120 Mitglieder“, freut sich Gründungsmitglied Frank Schulz, dass über die Jahrzehnte das Interesse an diesem Sport nicht geschrumpft ist. „Unser jüngstes Mitglied ist sechs Jahre alt, das älteste 67. Taekwondo lässt sich bis ins hohe Alter ausüben“, fügt Karl Schroeteler hinzu. Er selbst ist seit 47 Jahren aktiver Kampfsportler und leitet mit Frank Schulz die Geschicke des Vereins, der mittlerweile auch drei Mitglieder des Weltmeisterteams der Deutschen Hapkido-Nationalmannschaft stellt.

Vor etwa zwei Jahren nahm der Verein zusätzlich eine Hapkidogruppe in das Trainingsangebot auf, die sich auch immer größerer Beliebtheit erfreut. „Beide Kampfkünste stammen aus Korea und wurden seit den 1960er Jahren nach Europa überliefert“, erklärt Karl Schroeteler. Obwohl sich Taekwondo aus dem japanischen Karate entwickelte, gibt es viele Unterschiede und Besonderheiten. Auch Taekwondo und Hapkido weisen Ähnlichkeiten auf. „Beide gehören sozusagen zur gleichen Familie, weisen aber dennoch eigenständige Stile mit eigenen Philosophien auf“, betont Frank Schulz. In beiden Sportarten werden unter anderem Grundtechniken, Formen und Selbstverteidigung vermittelt. Die Taekwondo-Technik ist sehr auf Dynamik und Schnelligkeit ausgelegt, beim Hapkido erlernt man nicht nur die Waffenabwehr, sondern wird mit wachsendem Können auch an Kurz- und Langstock, Messer und Schwert ausgebildet.

Von der Bandbreite der Sportarten konnten sich die Besucher der Jubiläumsfeier selbst ein Bild machen. Die Mitglieder des Taekwondo-Vereins demonstrierten zu Beginn nach einem Aufwärmtraining die korrekte Ausübung mehrerer Disziplinen. Nach einer Karate-Vorstellung bot die Hapkido-Nationalmannschaft den Zuschauern die Vielfältigkeit dieser Kampfkunst.

Neben sportlicher Fitness, Schnelligkeit und Kraft geht es bei Taekwondo und Hapkido auch um die Schulung des eigenen Geistes. Die fünf Grundsätze des Taekwondo sind Höflichkeit, Integrität, Geduld, Selbstdisziplin und Unbezwingbarkeit. „Es geht darum, die innere Ruhe und Kraft zu finden“, sagt Frank Schulz. Wer meint, im Verein zu lernen, wie man sich am besten auf der Straße prügelt, werde nach dem Probetraining nach Hause geschickt. Schulz: „Wir lernen, uns selbst zu kontrollieren, sportlich und sozial zu sein, den Partner respektvoll und fair gegenüberzutreten.“

(sj)
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