Der RC CWS Düren-Merken unterliegt dem SC Kleinostheim

Ringen: Dennis Rubach kämpft fast bis zum Umfallen

Das Maximum herausgeholt, trotzdem aber dem Gegner deutlich unterlegen – so erging es dem RC CWS Düren-Merken im Heimkampf gegen den SC Kleinostheim.

Bei der 9:18-Niederlage holte die Mannschaft von Coach Daniel Anderson nur die Hälfte der Punkte, verkaufte sich aber prächtig.

Zurab Matcharashvili drehte im Leichtgewicht seinen Gegner nach Belieben und holte die vollen vier Mannschaftspunkte. Melvin Pelzer und Kai Stein erreichten für die Merkener jeweils zwei Zähler. Während Stein nur ein technischer Punkt fehlte, um einen möglichen dritten Zähler zu holen, gelang es Pelzer, seinen zweiten Zähler in der letzten Sekunde zu sichern. Drei Sekunden vor Ende – Pelzer befand sich gegen Benjamin Hofmann im Rückwärtsgang - drohte der Merkener, auf den Hosenboden zu fallen, drehte sich aber noch und schob Hofmann selbst von der Matte.

Ähnlich groß war der Jubel bei Alexander Kleer. Er stellte sich in den Dienst der Mannschaft und trat mit knapp 95 Kilogramm in der 130-Kilogramm-Klasse im freien Stil an. Gegen Kevin Schwäbe war er zwar unterlegen, er kämpfte aber unverdrossen. Als er knapp 40 Sekunden vor Ende eine Wertung abgab, lag Kleer mit 0:8 im Hintertreffen, was gleichbedeutend mit drei Zählern für Kleinostheim war. Womit aber wohl niemand und schon gar nicht Gegner Schwäbe rechnete, war ein Angriff von Kleer in letzter Sekunde. Der überraschte Kleinostheimer trat von der Matte, womit Kleer die Niederlage auf 0:2 begrenzte.

Absolut verdient

Insgesamt waren die Gäste aber zu stark und holten sich ihre 18 Mannschaftspunkte absolut verdient. Beeindruckend war der abschließende Kampf von Merkens Dennis Rubach gegen Sascha Büchner. Obwohl es nur noch um die goldene Ananas ging, kämpften beide erbittert um den persönlichen Erfolg. Beim 2:2 gewann der Merkener, da ihm eine Zweierwertung gelang, dem Gast „nur“ zwei Einserwertungen. „Wir beide wollten einfach gewinnen und haben wirklich alles gegeben“, freute sich der erschöpfte Rubach über seinen persönlichen Erfolg. Trotz Kampfverlust gab es großen Applaus für Merken.

(say)
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