Düren: „Der Platz lässt Raum für Deutungen”

Düren: „Der Platz lässt Raum für Deutungen”

Dürens Baudezernent Hans Wabbel ist die Zufriedenheit anzusehen. Als der Museumsvorplatz offiziell eröffnet wird, haben sich - wie zu solchen Anlässen üblich - eine Menge Leute eingefunden, die zunächst einmal Bürgermeister Paul Larue zuhören.

Irgendwann während seiner Rede kommt Peter Kulka dazu. Er ist der Architekt und einer der gestalterischen Väter des neuen Vorplatzes, wenn man so will. Als Hans Wabbel ihn sieht, verlässt er seinen Platz und begrüßt den renommierten Architekten herzlich.

Kulka hat auch den Museumsanbau geplant und möglicherweise kommt irgendwann ein weiteres Projekt hinzu. „Ich würde gerne mit Ihnen weiterarbeiten”, sagt Baudezernent Hans Wabbel, für den nun ein weiteres Mosaiksteinchen in Düren gelegt ist. In den vergangenen Jahren, sagt Wabbel, habe sich Düren „Stück für Stück empor gearbeitet”.

Er nennt die beiden Rurbrücken, die neu gebaut wurden, und bezeichnet sie „als außergewöhnlich”. Er nennt das Stadtcenter, Teile der Fußgängerzone, Markt- und Kaiserplatz, das Areal rund um die Annakirche. „Was noch fehlt”, sagt Wabbel weiter, „ist ein Hotel”.

Das sorgt für ein Schmunzeln. Mit ähnlichem Inhalt spricht auch Bürgermeister Larue, der außerdem betont, dass „das Museum nicht in der Bezirksliga, sondern Bundesliga spielt”. Entsprechend müsse die Gestaltung sein.

Die Gäste stehen während der Reden unmittelbar vor dem Haus, den neuen Platz haben sie also im Rücken. Ebenso wie die Steinskulptur von Ulrich Rückriem noch allein auf den Areal liegt. Architekt Kulka bezeichnete sie als Glücksfall und schlug einen Bogen zum neuen Platz. „Rückriems Kunstwerk lässt viel Raum für Deutungen, das gilt auch für den Raum vor dem Museum.” Der Platz sei gewissermaßen unvollendet, „aber genau das ist auch eine Herausforderung”. Kulka weiter: „Bitte haben Sie Geduld. Auch die neu gepflanzten, noch kleinen Linden werden wachsen.”

Am 27. Juli wird es einen weiteren Termin vor dem Museum geben. Dann kommt NRW-Kulturministerin Ute Schäfer, unter anderem, um die Skulpturen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neben Rückriems Arbeit wird das Werk eines belgischen Künstlers im hinteren Bereich des Platzes aufgstellt.

„Nun kann man all das hier genießen”, sagte Museums-Chefin Dr. Renate Goldmann. Sie lobte die Gestaltung und die Möglichkeiten, die das Areal nun biete. Es soll regelmäßig für künstlerische Projekte genutzt werden.

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