Der Masterplan in Kreuzau wird immer mehr Realität

Masterplan Kreuzau : Wasserspiele und Holzstege über den Spich

Das integrierte Handlungskonzept für den Ortkern Kreuzaus wird Schritt für Schritt umgesetzt. Im kommenden Jahr rollen die Bagger auf dem Platz vor der Grundschule Kreuzau an. Auch das Areal an den Mühlenteichen, am sogenannten Spich, wird umgestaltet. Die Bürger waren in mehreren Prozessschritten beteiligt. Die Kommunalpolitiker sehen dennoch Diskussionsbedarf.

Der Spielplatz und kleine Park liegen liegen unmittelbar an einem kleinen Gewässer, den Spich eben, der wieder in den Mühlenteichen mündet. Diese Nähe zum Bach soll den Kindern auf dem Spielplatz nach dem Willen der Planer zugute kommen. Vorgesehen ist unter anderem eine Wasserspielfläche. Man wolle das Areal neu ordnen, heißt es.

Dazu fand ein Workshop unter dem Titel „Markt der Ideen“ statt, an dem sich auch das Kinder- und Jugendparlament sowie Beteiligung die Kindertagestätten beteiligten. Auch zu Bürgerforen wurde eingeladen. Laut Planungsgruppe war der Erhalt der Bäume gewünscht, es sollten der Spielplatz neu gestaltet und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. Die Ergebnisse mündeten schließlich in zwei Vorschläge für die Gestaltung des Parks.

Der Platz vor der Grundschule in Kreuzau wird umgestaltet. Foto: ZVA/Patrick Nowicki

Um es vorweg zu nehmen: Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses wollten sich bei der Vorstellung der Pläne noch nicht auf eine Variante festlegen. Da jedoch die Frist näher rückt, bis zu der Fördermittel in diesem Jahr beantragt werden können, stimmen sie zunächst für die teurere Version, um die Zuschüsse in Höhe von etwa 70 Prozent nicht zu gefährden. Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung soll dann später fallen. Neben den Mühlenteichen sind im kommenden Jahr auch Arbeiten an der Verbindung zu den Staustufen und zum Ruruferradweg vorgesehen.

Die Rede ist von Investitionskosten in Höhe von etwa 1,8 Millionen Euro, alleine knapp 1,3 Millionen Euro für das Areal an den Mühlenteichen. Die letztgenannte Summe kann sich um etwa 150.000 Euro verringern, wenn sich der Gemeinderat dazu entschließt, die günstigere Variante zu wählen. Die beiden Vorschläge unterscheiden sich vor allen Dingen in der Gestaltung der Wegeverbindungen. Im kostspieligeren Fall setzen die Planer auf Holzstege, die eine „geometrische Formensprache“ symbolisieren sollen.

So soll der Platz vor der Kreuzauer Grundschule nach dem Umbau aussehen. Foto: ZVA/rendertaxi/Gemeinde Kreuzau

Bereits im kommenden Jahr soll der Hof der Grundschule geöffnet und der Vorplatz zum Teil überdacht werden. Die Ausschreibung der Gewerke ist für Frühjahr vorgesehen, im Herbst soll der neue multifunktionale Platz mit einem Fest eröffnet werden. Die Kosten werden mit etwa einer Millionen Euro berechnet. Im Rahmen der Städtebauförderung in Höhe von 70 Prozent fließen etwa 721.640 Euro nach Kreuzau. Die Gemeinde Kreuzau muss 309.274 Euro beisteuern.

Entsprechende Beschlüsse liegen bereits vor, die Arbeiten können in dem Moment beginnen, wenn der Förderbescheid der Bezirksregierung formell auf dem Tisch liegt. Im Bau- und Planungsausschuss kam jedoch nochmals die Frage auf, ein Wasserspiel auf dem Vorplatz zu integrieren. Die Mehrheit lehnt dies jedoch nach wie vor ab: zu teuer, lautet das Hauptargument. Das Wasser für ein solches Wasserspiel kann nicht aus den nahe gelegenden Mühlenteichen genommen werden, sondern es muss aus der Trinkwasserleitung stammen. Dies ist vorgeschrieben.

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