Düren: Der Herkulesstaude gefällt Düren nicht

Düren: Der Herkulesstaude gefällt Düren nicht

Der Riesenbärenklau, auch Herkulesstaude genannt, ist für den Menschen sehr gefährlich. „Phototoxisch” nennen Fachleute das Phänomen. Das bedeutet: Wer die Blätter der bis zu drei Meter hohen Pflanze berührt, kann sich bei Sonnenlicht Verbrennungen dritten Grades zuziehen.

In der Eifel und im Wurmtal macht das Doldengewächs den Behörden ziemlich zu schaffen. In Düren sieht man die unliebsame Pflanze gelassener wachsen. „Vielleicht mag der Riesenbärenklau Düren nicht”, vermutet Rudolf Niehaus vom Sevice-Betrieb der Stadt. Jedenfalls gebe es die Herkulesstaude zwar auch hier, aber ein Problem sei sie nicht. „Sie hat sich zum Glück noch nicht so weit ausgebreitet.”

Das bestätigt auch Heidrun Düssel-Siebert, die Leiterin der Biologischen Station. Während es im Jülicher Raum viele Pflanzen gebe, sei ihre Anzahl in Düren doch deutlich geringer. Zum Beispiel an der Ruraue, nahe dem Lendersdorfer Krankenhaus, wachsen die giftigen Pflanzen.

„In Parks und an Wanderwegen, wo Menschen gefährdet werden, entfernen wir sie”, erklärt Niehaus. An anderen Stellen, beispielsweise in Naturschutzgebieten, werde nicht gegen die Pflanze vorgegangen.

Die Begründung: Da dürften keine Spaziergänger unterwegs sein, denen die Pflanze gefährlich werden könnte. „Wir sind groß damit geworden, dass man Tollkirschen nicht essen darf.” Die nächste Generation müsse eben auch lernen, dass man die Herkulesstaude nicht berühren dürfe, sagt Niehaus. Marcus Seiler, Pressesprecher des Wasserverbandes Eifel Rur, ist da gleicher Meinung. Ausmerzen könne man die Pflanze ohnehin nicht mehr.

Mehr von Aachener Nachrichten