Steaks, Pasta und Co. – ganz ohne Plastik: Der Dürener Schlemmermarkt geht in die zweite Runde

Steaks, Pasta und Co. – ganz ohne Plastik : Der Dürener Schlemmermarkt geht in die zweite Runde

Zwei wichtige Neuerungen gibt es: Bei der zweiten Auflage der Reihe der Dürener Schlemmermärkte, die am Mittwoch startet, wird es mehr Sitzplätze und nur noch kompostierbares Geschirr und Besteck geben. „Im vergangenen Jahr“, sagt Michael Linn vom veranstaltenden Verein „Dürener CityMa“, „haben wir auf dem Schlemmermarkt wirklich sehr viel Müll, vor allem Plastikmüll, produziert.

So viel, dass wir sogar von Besuchern darauf angesprochen wurden. Das wollen wir in diesem Jahr ändern.“ Alle Händler, ergänzt Linn, seien auf das Plastikverbot hingewiesen worden. Linn: „Und alle waren auch bereit, es sofort umzusetzen. Einzig unsere Cocktailbar hatte Schwierigkeiten, eine brauchbare Alternative für Trinkhalme zu finden.“

Abgesehen vom vielen Müll waren für Linn und seinen „CityMa“-Kollegen Uwe Gunkel die fünf Schlemmermärkte des vergangenen Jahres eine echte Erfolgsgeschichte. Linn: „Es gab fünf Termine. Wir hatten fünfmal gutes Wetter. Und fünfmal war der Markt voll. Sogar am Mittwoch nach der Annakirmes war sehr viel los. Damit hatten wir nicht gerechnet.“ Wie viele Besucher genau bei dem Streetfood-Festival waren, können Linn und Gunkel nicht beziffern. „Das lässt sich schwer zählen“, sagt Michael Linn. „Weil auf dem Marktplatz natürlich ein ständiges Kommen und Gehen ist.“

Wie schon im vergangenen Jahr setzen Linn und Gunkel auf Qualität – und ausgefallene Speisen. Currywurst und Fritten wird man beim Schlemmermarkt vergeblich suchen. Linn: „Natürlich wollen wir den Händlern, die uns im vergangenen Jahr beim Start geholfen haben, wieder eine Chance geben. Aber es wird ein paar Händler mehr geben und auch einige neue.“

Michael Linn und Uwe Gunkel von der Dürener „CityMa“ freuen sich auf die zweite Auflage des Dürener Schlemmermarktes. Foto: ZVA/Sandra Kinkel

Immerhin acht neue Schlemmermarkt-Beschicker sind ab Mittwoch mit von der Partie. So gibt es beispielsweise asiatisches Streetfood, bei dem Hähnchen die Hauptrolle spielt, hausgemachte Pasta, Frittata und Salate, belgische Waffeln, Knoblaubrot, indische Köstlichkeiten, aber auch Meeresfrüchte, kräftige Steaks und Burger. Linn: „Wir bieten unseren Gästen ein kulinarisches Angebot aus der ganzen Welt. Und ich habe die Speisen aller Foodtrucks ausprobiert, bevor ich sie nach Düren eingeladen habe.“

Angetreten waren Michael Linn und Uwe Gunkel vor einem Jahr mit dem Schlemmermarkt, um gerade mittwochs mehr Kunden nach Düren zu locken. Anfangs hatten einige Geschäfte an den Schlemmermarkt-Mittwochen sogar länger geöffnet. „Der Mittwoch“, sagt Uwe Gunkel, „ist erfahrungsgemäß für den Einzelhandel der schwächste Tag. Das wollten wir ändern.“ Würde man den Erfolg des Schlemmermarktes daran messen, wie viele Kunden er nach Düren gebracht hat, wäre dieser Erfolg sehr gering. „Dass die Leute ihren Besuch beim Schlemmermarkt genutzt haben, um vorher einen Einkaufsbummel zu machen, hat sich leider nicht bewahrheitet.“

Gleichwohl, ergänzt Linn, würde auch die Einkaufsstadt Düren vom Schlemmermarkt profitieren. „Es sind wegen des Schlemmermarktes sehr viele Fremde nach Düren gekommen“; sagt Linn. „Ich habe Autos mit Kölner, sogar mit Düsseldorfer Kennzeichen gesehen. Und wenn es uns gelingt, Düren bekannter zu machen, ist das für den Markt auch ein großer Erfolg.“

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