Düren: Der Dürener Karneval hat mehrere große Baustellen

Düren: Der Dürener Karneval hat mehrere große Baustellen

„Es wird schwer, sehr schwer sogar. Der Einzug des Prinzenpaars ist für viele Karnevalisten immer noch der Höhepunkt einer jeden Sitzung. Und darauf müssen wir jetzt in Düren jetzt schon das zweite Jahr hintereinander verzichten.” Frank Pauli, stellvertretender Präsident des Festkomitees Dürener Karneval, bringt die Sache auf den Punkt.

Wie bereits berichtet, gibt es auch für die kommende Session an der Rur nur eine Kinderprinzessin und wieder kein Prinzenpaar. „Wir hatten ein Paar”, sagt Peter Schmitz, neuer Präsident des Festkomitees, „da hat die Gesellschaft allerdings die Bewerbung zurückgezogen. Und es hat sich einfach kein Ersatz gefunden. So einfach ist das.”

Trotzdem wissen die neuen Vorstandsmitglieder des Festkomitees, dass es im Dürener Karneval gleich mehrere große Baustellen gibt. „Wir haben ja schon seit vielen Jahren immer wieder das Problem, ein Prinzenpaar zu finden”, sagt Peter Schmitz. „Es ist ja nicht so, dass sich Leute bei uns beworben haben, wir mussten immer suchen. Und das muss sich wieder ändern.”

Man wolle zurück zum Brauchtum Karneval, so Schmitz weiter - mit mehr heimischen Kräften bei den Sitzungen beispielsweise. Auch müsse überlegt werden, inwiefern die 27 Karnevalsgesellschaften, die zum Festkomitee gehören, mehr und intensiver zusammenarbeiten können. Auch und gerade bei der Organisation von Sitzungen und anderen Veranstaltungen. „Wir müssen”, ergänzt Pauli, „die Probleme bei ihren Wurzeln anpacken. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir demnächst im Rahmen unserer Prä

sidentenrunde über die Kosten für das Prinzenamt, die Anzahl und die Uhrzeit der Auftritte diskutieren müssen.” Pauli ist davon überzeugt, dass alle Verantwortlichen im Dürener Karneval dafür kämpfen, dass das Brauchtum erhalten bleibt. „Dass wir wieder keinen Prinz haben, bedeutet nicht den Todesstoß für den Dürener Karneval.

Immerhin ist es den Verantwortlichen vom Festkomitee gelungen, das leidige Thema Finanzen zu regeln. Bei einer Mitgliederversammlung ist mit großer Mehrheit beschlossen worden, den Mitgliedsbeitrag im Festkomitee auf 70 Euro im Jahr sowie die Aufnahmegebühr auf 100 Euro festzusetzen.

Darüber hinaus muss jede Gesellschaft 0,50 Euro pro verkaufte Eintrittskarte als Zuggroschen ans Festkomitee abführen. Peter Schmitz: „Maximal zahlen die Vereine 250 Euro pro Session. Damit kann das Festkomitee aber seine Veranstaltungen finanzieren.”

In diesem Jahr wird am Samstag, 10. November, um 15 Uhr Kinderprinzessin Pia inthronisiert. Am Sonntag, 11. November, wird um 11.11 Uhr auf dem Wirteltorplatz die neue Session eröffnet. Und auch der Karnevalszug am Orchideensonntag ist jetzt auf jeden Fall gesichert. Und auch in Sachen Prinzenpaar gibt es dann doch noch eine positive Nachricht: „Für die kommenden drei Jahre”, so Schmitz, „liegen uns schon Bewerbungen vor.”

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