Düren: Der Abstieg eines Berufskomikers

Düren: Der Abstieg eines Berufskomikers

Im Haus der Stadt Düren geht am Mittwoch, 16. Oktober, um 20 Uhr „Ansichten eines Clowns“ über die Bühne. Die Szenenfolge nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll mit Hans J. Ballmann ist eine Gemeinschaftsproduktion des Theaters „Das schiefe Podium“ und des Kammertheaters Stok Zürich.

„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“, heißt es in Bölls Roman aus dem Jahr 1963, der den unaufhaltsamen Abstieg des Berufskomikers Hans Schnier — missratener Sohn eines millionenschweren Vaters — schildert.

Ausweglose Gegenwart

Der Weg zur Endstation „Gosse“ beginnt mit dem Weggang seiner Geliebten, die jahrelang mit ihm gelebt hat. Szenen einer „wilden Ehe“, Szenen einer auswegslosen Gegenwart und Szenen aus der Jugendzeit des Clowns lässt Böll lebendig und unmittelbar vor dem Betrachter auferstehen.

„Geschöpf und Schöpfer“

„Der Clown ist alles — Geschöpf der Welt und Schöpfer der Antiwelt, Leidender und Triumphierender in einer Person“, schrieb der gerade verstorbene Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki über das Stück.

Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren. Seit den 60er Jahren bewohnte er ein Sommerhaus in Langenbroich bei Kreuzau, wo er im Jahr 1985 verstarb.

Der Eintritt zu der Vorstellung kostet zwischen 16,50 und 28,30 Euro, Schüler und junge Leute bis 21 Jahre zahlen nur 5,50 Euro.