Dennis aus Hürth im Haus der Stadt

Commedy in Düren : Unterhaltsame Show mit vielen spontanen Aktionen

Der gebürtige Hürther Martin Klempnow dürfte den meisten als „Dennis aus Hürth“ aus dem Radio oder der Fernsehshow „Switch reloaded“ bekannt sein. Normalerweise füllt der Comedian, Schauspieler und Synchronsprecher Hallen und Stadien mit Tausenden von Zuschauern. Die Dürener Aufführung seines neuen Bühnenprogramms „Ich seh voll reich aus“ im Haus der Stadt konnte zwar nur etwa 600 Zuschauer beherbergen, war dafür aber einer der ersten Auftritte seiner Tour, die im März 2019 angelaufen ist.

Die Show beginnt mit der Vorstellung des Künstlers. „Mein Name heißt Dennis, ich bin 21 Jahre alt“, sorgt schon in den ersten Momenten für zahlreiche Lacher. Inhaltlich dreht sich das Programm, um das Arbeiten und die Berufe auf der Baustelle, seine Freundin und unterhaltsamen Anekdoten aus Dennis’ Leben.

Zu lange im Bad gebraucht

Die Atmosphäre ist bewusst locker und freundschaftlich gehalten, was von den vielen Interaktionen mit dem Publikum untermauert wird. Ein junges Pärchen, das wenige Minuten zu spät zur Show kommt und versucht unauffällig die Sitzplätze zu erreichen, lässt „Der Dennis“ das Licht im Saal angehen und begrüßt die verspäteten Gäste erst einmal persönlich. „Hat sie wieder zu lange im Bad gebraucht?“, fragt Dennis die Beiden. Die Situation schien dem Comedian weiteren Erzählstoff zu geben, und so wurden typische Klischees und Geschichten erzählt. Im weiteren Verlauf der Show mussten noch einige weitere Zuschauer dran glauben und fanden sich prompt im Scheinwerferlicht wieder. Als es um Dachdecker ging, wurde sogleich auch einer im Publikum gefunden. Ebenso als der Beruf des Elektrikers an der Reihe war. Beim Thema Männerfrisuren musste auch direkt der einzige junge Mann mit Pferdeschwanz ins Rampenlicht. Kurzerhand wurde er auf die Bühne geholt, durfte aber zur Entschädigung ein kleines Präsent mitnehmen.

600 Leute singen ein Ständchen

Der zweite Mann auf der Bühne hatte an diesem Abend Geburtstag. Bereits im Vorhinein schrieb seine Frau ein E-Mail an Dennis aus Hürth. Und so stand der überraschte Zuschauer neben Dennis auf der Bühne und bekam von 600 Leuten ein Ständchen gesungen. Auch wenn es Comedy ist, so bestätigten doch die angesprochenen Zuschauer viele der Klischees und Anekdoten die „Dennis“ über die Berufe auf der Baustelle erzählt. Inwiefern diese Interaktion mit den Zuschauern improvisiert war, lässt sich nur schwer sagen, jedoch wirkten sie in ihrer Beiläufigkeit und Lockerheit sehr authentisch. Die Freude und der Spaß an der Show waren beiden Seiten anzusehen, sowohl dem Zuschauer als auch „dem Dennis“.

Dabei ist das Programm von „Dennis“ nichts für schwache Nerven. Von angeblich sprießender Augenbrauen,- und Achselbehaarung bei heutigen, jungen Frauen bis zu Geschichten aus dem Bauwagen, der „letzten Bastion für Männer“ geht das Programm querbeet durch alle möglichen Themen und Bereiche. So oft, wie hier Zuschauer auf die Bühne geholt werden, sollte man kein Problem haben in den Fokus von „Dennis“ Humor und Improvisation zu geraten.

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