Düren: Dem alten Urgestein folgt der Zertifizierer

Düren: Dem alten Urgestein folgt der Zertifizierer

„Ich möchte hier in Düren am 1. Juli mit vollem Herzen meine neue Stelle antreten.” Dr. Christof Börgermann lächelt. Und der 38-jährige Urologe hat auch allen Grund dazu: Ab dem 1. Juli ist der zweifache Familienvater neuer Chefarzt der Klinik für Urologie am Krankenhaus Düren in der Roonstraße.

Und steht damit vor einer großen Herausforderung: Die Dürener Klinik für Urologie gehört mit ihren 57 Betten zu den größten in ganz Deutschland. Sie ist sogar größer als die Urologie der Universitätsklinik in Essen, wo Börgermann im Augenblick als leitender Oberarzt arbeitet.

Börgermann: „Die Dürener Urologie ist eine große Klinik, die außer Transplantationen wirklich das gesamte Spektrum der Urologie, vor allem auch die Kinderurologie, abdeckt. Das ist eine Aufgabe, die mich wirklich reizt.”

Rund 20 Mediziner haben sich auf die Stelle in Düren beworben, sieben kamen in die engere Wahl. „Aber Christof Börgermann”, so Krankenhaus-Geschäftsführer Uwe Stelling, „war unser absoluter Wunschkandidat.”

Unter anderem auch deshalb, weil er über gute Leitungserfahrungen verfüge, ein hervorragender Operateur sei, Mitglied der Leitlinienkommission für Prävention, Diagnostik und Therapie bei Prostatakrebs sowie Zertifizierer für Prostatakarzinom-Zentren.

Börgermann: „Es ist mein Ziel, auch die Dürener Urologie als Prostatakarzinom-Zentrum zertifizieren zu lassen. Das ist eine qualitätssichernde Maßnahme, die unter anderem eine gewisse Anzahl an Patienten, aber auch eine enge Kooperation mit anderen Fachrichtungen voraussetzt.”

Gleichzeitig will der junge Chefarzt mit seinen niedergelassenen Kollegen eng zusammenarbeiten und sich neben der großen Tumorchirurgie auch minimal-invasiven Operationen widmen. Börgermanns Vorgänger, Dr. Helmut Brandt, der seit 33 Jahren am Dürener Krankenhaus arbeitet und zuletzt sechs Jahre Chefarzt war, geht mit fast 60 Jahren in den Ruhestand.

„Ich bin ein altes Urgestein und fühle mich natürlich nach wie vor dem Krankenhaus verbunden. Aber ich war immer jemand, der gegen zu alte Chefärzte gewettert hat. Und da muss ich auch so konsequent sein, und meinen Stuhl für junge Leute räumen.”

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