Düren: Dauerregen stört den „Airweiler“-Auftakt

Düren : Dauerregen stört den „Airweiler“-Auftakt

Ein lauer Sommerabend, Groß und Klein tummeln sich in der Stadt, es wird geredet, ein Bierchen getrunken und natürlich darf gute Musik nicht fehlen. So oder so ähnlich stellt man sich das ideale Open-Air-Konzert vor. Um dieses Sommergefühl auch auf Dürener Plätze zu holen, feierte im Mai 2016 das „Airweiler“ auf dem Ahrweilerplatz vor der Annakirche Premiere.

Immer freitags von 18 bis 20 Uhr wird ein abwechslungsreiches Musikprogramm mit lokalen und regionalen Künstlern geboten.

Auf Anregung der Kulturinitiative für Düren findet die Open-Air-Konzertreihe mit einer bunten Mischung aus alternativer Musik — es gilt das Motto „Abseits des Mainstreams und alles außer Metal“ — nun bereits zum dritten Mal statt und startete Freitag mit dem Duo „LaLaFouFou“ und der Band „JUA“ in den Sommer. Gefördert wird das „Airweiler“ aus Geldern des Masterplans, von Düren Kultur, der SWD-Stiftung sowie einigen privaten Sponsoren.

Ganztägiger Dauerregen

Während die „Airweiler“-Fans schon ganz heiß auf das erste Open-Air-Erlebnis waren, machte das Wetter allerdings nicht so richtig mit. Bei ganztägigem Dauerregen mussten sich die Organisatoren Marion Kaeseler und Jutta Gigler etwas einfallen lassen, denn eine Absage wegen so einer Kleinigkeit wie dem Wetter kam nicht infrage. So wurde kurzerhand umdisponiert und die Bühne in das „Kult“ direkt am Ahrweilerplatz verlegt. „Das ist das erste Mal, dass wir nach drinnen umgezogen sind“, sagt Gigler.

Während natürlich durch die fehlende Laufkundschaft die Besucherzahlen von 200 bis 300 in den vergangenen Jahren nicht erreicht werden konnten, schafften es aber doch einige eingefleischte „Airweiler“-Fans in die Ausweich-Lokation. Und wie für die Konzertreihe üblich waren alle Altersklassen von drei bis 80 Jahren vertreten. Die jüngsten Gäste machten sich auch direkt die Tanzfläche zunutze und übten — ganz als wären sie draußen auf dem Platz — Radschlagen und Purzelbäume. Seinen Charme verlor die Veranstaltung also auch bei Regen nicht.

Den Auftakt machten „LaLaFouFou“. Für die beiden Künstler war der Auftritt ein Heimspiel: Vor fast 30 Jahren lernten sich „Lala Conique“ und „Le Fou“ mit 14 Jahren im „Dada“ kennen, verloren sich aus den Augen und trafen sich schließlich per Zufall wieder. Seit 2013 sind sie nun als Duett unterwegs. Mit Stimmgewalt, Akustikgitarre und Mundharmonika erzählten die beiden Geschichten und verpackten Emotionen in außergewöhnliche Songs.

Zwischen Dreampop und Chanson

Ihr ganz eigener Stil: irgendwo zwischen Dreampop und Chanson. Mit dem gefühlvollen Stück „Raintown“, dem etwas anderen Lied über Düren, beendeten sie ihren Auftritt und riefen sofort die zweite Band des Abends „JUA“ auf die Bühne. Zusammen präsentierten die Künstler das Stück „Café Noir“ mit französischem Text, bevor „JUA“ die Bühne übernahm. Akkordeon, Trompete, Flöte, Gitarre, Kontrabass und Schlagwerk sind ihre Werkzeuge, und die Band macht damit afrikanische Musik zwischen Punk, Ska, Reggae und Swing. Auch trotz Regenwetters holte sie so die Sonne auf die Bühne.

Auch am kommenden Freitag findet das „Airweiler“, dann hoffentlich wirklich bei strahlender Abendsonne, wieder statt. Passend zu den gleichzeitig stattfindenden Jazztagen wird Blues gespielt. „Kozmic Blue“ und „Brother Snakeoil“ treten auf. In den kommenden Wochen können Besucher dann ein buntes Programm von Irish Folk bis hin zu Goa Ambiant erleben.