Düren/Kreuzau: Das wohl größte Schockturnier im Kreis

Düren/Kreuzau : Das wohl größte Schockturnier im Kreis

Es ist ein umfunktionierter Handwerkskoffer, der zeigt, wie populär das Schocken bei Maik Gehrig und sechs seiner Freunde ist. In Schaumstoff eingepasst sind Würfelbecher, sechs verschiedenfarbige Würfelsets sowie eine Schockplatte aus Holz mit Clublogo — und ein kleines Deo.

„Auf den langen Turnieren will man ja auch frisch bleiben“, sagt Maik Gehrig lachend, der auch einen Spiegel in den Koffer integriert hat. Sechs bis acht Stunden soll das nächste Turnier dauern, das Gehrig mit dem „Schock Club Mobach“ ausrichtet. Am Samstag, 28. April, ist es wohl das größte Schockturnier, das jemals im Kreis stattgefunden hat — Platz ist für 120 Leute, mehr als 100 haben bereits zugesagt.

In einer Stammkneipe: Am Markt bei „Stolli“ trifft sich der Schock Club Mobach um Maik Gehrig, Nino Pelzer und Mario Gehrig (v.l.) regelmäßig. Die Gruppe ergänzen (kl. Bild): Frank Karrenbauer, Achim Bongartz (oben), Andreas Becker (u. rechts) und Christian Strick (fehlt). Foto: Heiliger

Für den „Schock Club“ ist es ein Jubiläum: Die Gruppe um Maik Gehrig, Bruder Mario, Nino Pelzer Frank Karrenbauer, Achim Bongartz, Andreas Becker und Christian Strick feiert mit der Veranstaltung ihr fünfjähriges Bestehen. „Wir hätten damals nicht gedacht, dass der Club so lange durchhält“, sagt Nino Pelzer ehrlich. „Wir kennen keine Kneipe, in der nicht geschockt wird, und deswegen haben wir diesen Club gegründet.“ Mobach steht als Abkürzung auf Platt für die Orte Unter- und Obermaubach, aus denen die sieben Freunde kommen.

Eine Marktlücke? Der Schock-Koffer von Maik Gehrig. Foto: Rose

Das fünfte größere Turnier ist ihr 20. insgesamt, das sie ausrichten. Gerne auch unter freiem Himmel wie jährlich an Pfingsten in Obermaubach oder spontan am Sportplatz unter Flutlicht — normal in der Kneipe kann ja jeder. Auf knapp eine Handvoll weitere kleine Clubs wie ihren kommen die „Mobacher“, wenn sie so an andere Turniere denken, bei denen man sich trifft.

Für das Turnier Ende April im Vereinsheim der KG „Holzpoeze Jonge“ im Gewerbegebiet Nickepütz hat der kleine Club — der kein eingetragener Verein ist — hohe Ansprüche, alles soll so professionell wie möglich ablaufen. „Blöckchen gibt es nichts, alles wird digital erfasst“, sagt Pelzer, der wie seine Freunde in Club-Outfit an den Start gehen wird. Ihr Logo: zwei brennende Würfel. Wenn die Männer etwas angehen, dann so detailverliebt, wie es geht. Das sieht man auch an Vatertag, wenn die Gruppe mit einem fürs Schocken umgebauten Bollerwagen durch die Orte zieht.

Der „Kneipensport“ Schocken dient eigentlich dazu, dass ausgewürfelt wird, wer die nächste Runde Bier bezahlt. Auch wenn die „Mobacher“ gerne Bier trinken, schocken sie, weil sie einfach gerne schocken, und das Rundengeld kommt in eine gemeinsame Kasse. „Wir könnten gar nicht so lange schocken, wenn wir immer Bier trinken müssten“, meint Maik Gehrig. Interne Schockkönige krönen sie natürlich auch.

„Das schaffen wir auch“

Auf die Idee eines so großen Turniers sind die „Mobacher“ bei der Deutschen Meisterschaft in Königswinter mit 600 Teilnehmern gekommen. „Wir haben gedacht: Das schaffen wir auch“, sagt Nino Pelzer. „Und wer weiß? Vielleicht richten wir mal eine Dürener Meisterschaft aus?“

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