Langerwehe: Das Wasser von Langerwehe wird viel weicher und ein wenig teurer

Langerwehe: Das Wasser von Langerwehe wird viel weicher und ein wenig teurer

In der Töpfergemeinde wird das Wasser bald weicher, aber auch teurer. Das teilte jetzt Heinrich Schumacher, Betriebsleiter vom Wasserwerk Langerwehe, mit. Auch Bürgermeister Heinrich Göbbels informierte über Wasser und Preise und betonte, die Entscheidung, jetzt aktiv zu werden, sei in der Verbandsversammlung einstimmig getroffen worden.

Schon seit langem ist das Trinkwasser ist Langerwehe zwar sehr bekömmlich und gesund, aber auch außergewöhnlich hart. Härtegrad 17 hatte es schon 2003, derzeit ist man bei Härtegrad 21 angekommen. Einige Langerweher Haushalte haben sich bereits selbst Entkalkungsanlagen angeschafft. Dies war immer mit erheblichen Kosten und nicht immer mit dem gewünschten Erfolg verbunden. „Eigene Anlagen zu finanzieren, das wird nun nicht mehr nötig sein”, sagt Jakob Kockertz, Vorsitzender der Verbandsversammlung.

Der Verbands wird 1,6 Millionen Euro in eine Anlage investieren, die das Wasser deutlich weicher machen wird. „Ziel ist es, auf einen Härtegrad von 9,5 bis 10 zu kommen”, erklärt Rolf Kurth, Vorsitzender des Betriebsausschusses. Die jährlichen Aufwendungen wie Betriebskosten, Abschreibungen und Zinsaufwand werden mit 207 000 Euro beziffert.

Aus drei Brunnen kommt das Wasser für Langerwehe, Echtz, Konzendorf und Lucherberg. Diese Brunnen befinden sich in 50 Meter Tiefe in Wenau und wurden 1964 in Betrieb genommen. 850 000 Kubikmeter beträgt die Fördermenge pro Jahr. Dieses Wasser kommt aus einem Kalksteingebiet und geht direkt in die Haushalte.

Mit dem Bau der Enthärtungsanlage soll Anfang kommenden Jahres begonnen werden. Mitte des Jahres wird der Kubikmeter Wasser um 20 Cent teurer (Wasserpreis derzeit: 1,04 Euro pro Kubikmeter). Die Membranfiltration wird im Januar/Februar 2014 in Betrieb genommen. Die Vorgehensweise ist mit der Bezirksregierung in Köln und dem Gesundheitsamt des Kreises abgestimmt.

Normalerweise braucht eine Person im Jahr durchschnittlich 35 Kubikmeter Wasser. Bei 20 Cent mehr pro Kubikmeter kann man die Erhöhung noch moderat nennen. Hinzu kommt, „dass die Kunden Wasser sparen und auch sparsame Geräte kaufen”, so Schumacher. Er verzeichnet im Wasserwerk einen sinkenden Verbrauch.

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