Das Papiertheater in Düren auf Schloss Burgau

Das Papiertheater auf Schloss Burgau : Klassiker, Krimi und Märchen

Das 5. Papiertheatertreffen auf Schloss Burgau naht. Wer sich nichts darunter vorstellen kann, der mag zunächst einmal das Prinzip Kasperletheater vor seinem geistigen Auge vorbeiziehen lassen. Nur sind hier die „Personen“ aus Papier und schöne und ausdrucksstarke Bühnenbilder ein absolutes Muss.

Diese werden dann von einem oder maximal zwei Akteuren bespielt. Was ist das Faszinierende an dieser auf das 19. Jahrhundert zurückgehenden Form des Theaters? „Komplexe Realitäten mal im Maßstab 1:25 zu erleben“, bringt es Dieter Powitz, Leiter der Dürener Kulturbetriebe, auf den Punkt. „Und eine dreiviertel Stunde lang in einem geschlossenen Raum mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen.“

Zu dieser intimen Form passt natürlich kein riesiges Theater. Und so sind die Stücke auf jeweils 30 Zuschauer begrenzt. Als Räume dienen der Rittersaal und der Gewölbekeller des alt-ehrwürdigen Schlosses. Bürgermeister Paul Larue (CDU), der das Papiertheater in den vergangenen Jahren begeistert besucht hat, hat jetzt schon seinen Favoriten ausgemacht: „Ich freue mich auf den Klassiker ‚Der Freischütz’.“ Die kleinen Theaterstücke dauern zwischen 35 und 55 Minuten und decken die unterschiedlichsten Genres ab. Ein Krimi ist ebenso vertreten (Sherlock Holmes) wie eine Geschichte über den Krieg (“Vom Esel, der auf Regen hoffte“), ein Märchen (“Der gestiefelte Kater“), Klassiker (“Die Schatzinsel“, „Der Barbier von Sevilla“ und bereits erwähnter „Freischütz“) und in englischer Sprache (“The English Aladdin“.)

„„Es finden immer zwei Stücke gleichzeitig statt“, erklärt Powitz das Procedere. So können auch Familien oder Freunde verschiedene Stücke besuchen und danach zusammen eine Kleinigkeit „snacken“ oder in den Pausen einen Blick hinter die Mini-Kulissen werfen und mit den Akteuren ins Gespräch kommen. Die Sparkasse ist als Sponsor mit im Boot, besser: im Miniatur-Theater. Und Sparkassen-Chef Uwe Willner empfiehlt, gleich Tageskarten für die Veranstaltungen zu kaufen.

(wey)
Mehr von Aachener Nachrichten