Eine Million Euro investiert: Damit die Kläranlage weniger stinkt

Eine Million Euro investiert : Damit die Kläranlage weniger stinkt

Der Wasserverband Eifel-Rur investierte eine Million Euro, um die Geruchsbelastung der Anwohner durch die Kläranlage zu senken.

Rechtzeitig zu Ostern hat der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) das Projekt abgeschlossen. Dazu wurden geruchsintensive Bereiche eingehaust beziehungsweise abgedeckt.Die mit Projektkosten in Höhe von rund einer Million Euro errichtete Anlage wurde an Gründonnerstag in Betrieb genommen.

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Geruchsbelästigungen im Umfeld der Kläranlage Düren, vor allem in den Orten Niederzier, Merken und Huchem-Stammeln, gekommen. Die Geruchsemissionen waren im Zulauf zur Kläranlage, im Bereich der mechanischen Reinigung (Rechenanlage und Sandfang) sowie am Verteilungsbauwerk zur Vorklärung und am Ablauf der Vorklärung entstanden. Ebenso war der Standort der Rechengutcontainer ein wesentlicher Geruchsemittent.

Die geruchsintensiven Bereiche wurden mit Edelstahl- und Platten aus Glasfaser verstärktem Kunststoff (GFK) abgedeckt beziehungsweise mit Stahlbauhallen überbaut. Die Abluft wird über Abzugsleitungen abgesaugt und in eine entsprechende Behandlungsvorrichtung geleitet, die aus einem zweistufigen chemischen Wäscher und einem Biofilter besteht. Erst nach dieser Behandlung wird die Luft in die Umgebung entlassen. Bereits während der Bauarbeiten hatte der Verband provisorische Abdeckungen verlegt, um die Geruchsaustritte zu vermindern.

Der WVER geht davon aus, dass nach der vollständigen Inbetriebnahme der Geruchskapselung und Abluftbehandlung eine deutliche und dauerhafte Reduzierung der Geruchsemissionen erzielt wird. Am Samstag, 18. Mai, wird der Verband die Anlage den bislang betroffenen Anwohnern vorstellen.

Mehr von Aachener Nachrichten