Nörvenich: Damensitzung in Nörvenich: Wirbel um „Nummernboy“

Nörvenich: Damensitzung in Nörvenich: Wirbel um „Nummernboy“

Offenbar haben sich nicht alle Teilnehmerinnen der Damensitzung der Nörvenicher KG „Fidele Jonge“ an den Auftritten eines „Nummernboys“ erfreut. Es hat Beschwerden gegeben. Und der Regionalverband Düren (RVD) im Bund Deutscher Karneval prüft nun, ob der Verein gegen die geltenden Regeln bezüglich nicht jugendfreier Auftritte verstoßen hat und deswegen Konsequenzen bis hin zum Ausschluss aus dem Verband befürchten muss.

Der „Nummernboy“ war kurzfristig verpflichtet worden. Die versammelten jecken Damen sollten damit überrascht worden. Zuerst sah es so, als handele es sich um eine allgemein begrüßte Bereicherung der Damensitzung. Die Tanzdarbietungen von „Remy“ zwischen den einzelnen Programmpunkten kamen sehr gut an.

In einer längeren Pause der Sitzung legte der Nummernboy aber dann eine Show hin, an der nicht alle anwesenden Frauen gefallen fanden. Er holte sich eine „Assistentin“ aus dem Publikum. Sie legte sich auf die Bühne und „Remy“ vollführte Liegestütze über ihr. Dann setzte sich die „Assistentin“ auf einen Stuhl und „Remy“ besprühte ihre Arme mit Sahne aus der Dose, die er dann ableckte. Gleiches tat die Frau mit der Sahne, die sich der „Nummernboy“ auf die nackte Brust sprühte.

Diese Szenen gingen einigen Zuschauerinnen zu weit. Sie beschwerten sich bei Ralf Liesenfeld, der als 2. Literat der Gesellschaft für das Programm verantwortlich war. Ute Meyer, Pressesprecherin der KG „Fidele Jonge“: „Herr Liesenfeld hatte dem Nummernboy vor der Sitzung gesagt, was er machen dürfe und was nicht. Offenbar hat er sich daran nicht gehalten. Das Ganze war als Gag gedacht, und wir bedauern es sehr, dass die Sache wohl etwas aus dem Ruder gelaufen ist.“ Bei weiteren Damensitzungen werde es keinen Nummernboy mehr geben.

Für Rolf-Peter Hohn, Präsident des Regionalverbandes und Vizepräsident des Bundes Deutscher Karneval steht fest: „Wenn alles so stimmt, wie es überliefert wird, handelte es sich bei der in Rede stehenden Einlage um einen Auftritt , der ganz eindeutig nicht in den Karneval gehört und satzungswidrig ist.“

Hohn hat am Mittwoch für kommenden, Mittwoch, 16. Januar, ein klärendes Gespräch mit dem Vorstand der Nörvenicher KG anberaumt. Nach der Anhörung in der Geschäftsstelle des RVD werde das weitere Vorgehen festgelegt. Hohn: „Weiter sage ich dazu erstmal nichts. Wir müssen abwarten, was in der Unterredung herauskommt.“