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Corona: So läuft die Quarantäne im Kreis Düren wegen Omikron

Regelung wegen Omikron : So läuft die Quarantäne im Kreis Düren

Die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle ist im Kreis Düren sprunghaft angestiegen. Wegen der erschwerten Kontaktverfolgung gilt daher nun eine automatische Quarantäne. Was das bedeutet.

Aktuell gibt es im Kreis Düren 561 vom Labor bestätigte Fälle mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Durch den rasanten Anstieg kann die Kontaktnachverfolgung nicht mehr im vollen Umfang erfolgen. Das Gesundheitsamt weist daher darauf hin, dass Betroffene gemäß der Coronatest- und Quarantäneverordnung des Landes NRW verpflichtet sind, sich eigenverantwortlich und automatisch in Quarantäne zu begeben.

Aufgrund dieser automatischen Quarantäne ist keine individuelle Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt mehr erforderlich. Somit wird auch keine Quarantänebescheinigung vom Gesundheitsamt für den Arbeitgeber benötigt. „Bitte kommen Sie der Verpflichtung unbedingt nach und tragen damit dazu bei, die Verbreitung der Omikron-Variante so zu verzögern, dass unsere Krankenhäuser nicht überlastet werden“, appelliert der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Norbert Schnitzler. Wenn das Gesundheitsamt in Einzelfällen individuelle Regelungen für Betroffene anordnet, so ist diesen Regelungen zu folgen. „Eigenverantwortung ist in diesen Zeiten besonders wichtig, aber auch die Auffrischungsimpfung hat eine enorme Bedeutung, um gut geschützt zu sein. Lassen Sie sich impfen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn.

Aufgrund der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Variante werden künftig alle Fälle gleich behandelt. Es wird somit nicht mehr unterschieden, ob jemand mit der Omikron-Variante oder einer anderen Variante infiziert ist oder einen entsprechenden Kontakt hatte.

Ab sofort gilt die folgende neue Vorgehensweise:

Das gilt für Menschen mit Symptomen oder positivem Schnelltest:

  • Menschen, bei denen auf Grund der Symptome oder eines positiven Schnelltests der Verdacht auf eine Coronainfektion besteht, müssen sich per PCR testen lassen. Dies gilt auch für Kontaktpersonen mit Symptomen, unabhängig vom Impfstatus. Diese Menschen müssen sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses der PCR-Testung in Quarantäne begeben. Ist der PCR-Test negativ endet die Quarantäne. Ist er positiv, gelten die nachfolgenden Regeln.

Das gilt für Menschen mit positivem PCR Test:

  • Positiv getestete Menschen sind ab dem ersten Erregernachweis (Datum des Abstriches der positiven PCR oder eines Schnelltests) für insgesamt zehn Tage in Quarantäne und haben eine Freitestmöglichkeit nach sieben Tagen per PCR oder Schnelltest.
  • Für beschäftigte infizierte Personen in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen kann die Isolation bei mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit nach sieben Tagen mit verpflichtender PCR-Testung beendet werden.

Das gilt für Kontaktpersonen:

  • Geboosterte Kontaktpersonen ohne Symptome müssen nicht in Quarantäne.
  • Doppelt geimpfte Kontaktpersonen, geimpfte Genesene und Genesene müssen bei fehlender Boosterung dann nicht in Quarantäne, wenn die Erkrankung oder Impfung weniger als drei Monate zurückliegt und keine Symptome auftreten.
  • Bei Symptomen gelten die Regelungen für Menschen mit Symptomen oder positivem Schnelltest.
  • Ungeimpfte Kontaktpersonen und Personen, bei denen die letzte Impfung oder Erkrankung mehr als 3 Monate zurückliegt müssen zehn Tage in Quarantäne, haben aber eine Freitestmöglichkeit nach sieben Tagen per PCR oder Schnelltest.
  • Schulkinder mit gesetzlich vorgeschriebener regelmäßiger Testung können sich bereits nach fünf Tagen per PCR oder Schnelltest freitesten.

Folgende Maßnahmen sind während der Quarantäne einzuhalten:

  • Direkter Rückzug in die eigene Wohnung, das eigene Haus oder die Unterkunft.
  • kein Verlassen der Unterkunft während der Quarantäne, auch nicht zum Einkaufen oder zum Ausführen eines Hundes.
  • Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft müssen strikt vermieden werden.
  • Kontakte zu anderen, nicht in der Quarantäne befindlichen Menschen innerhalb der Unterkunft sind nur in Ausnahmefällen zulässig (zum Beispiel bei Betreuungsbedarf). Dann müssen wichtige Verhaltensregeln eingehalten werden, wie das Tragen einer medizinischen Maske, gute Handhygiene und ausreichendes Lüften in den Räumen.
  • Der eigene Garten, der Balkon oder eine Terrasse dürfen genutzt werden – aber nicht, um andere Menschen zu treffen.
  • Die Wohnung darf nur verlassen werden, um einen PCR-Test durchführen zu lassen. Dabei ist es sehr wichtig, die Verhaltensregeln einzuhalten (Abstand halten, Hygieneregeln beachten, medizinische Maske tragen).

Informationspflicht:

Personen mit einem positivem Testergebnis müssen unmittelbar ihre engen persönlichen Kontakte informieren, teilt der Kreis Düren mit. Das gilt insbesondere, wenn der Kontakt in einem schlecht- oder nicht-belüfteten Raum über einen längeren Zeitraum bestand, oder in einem direkten Kontakt (über zehn Minuten) kein Abstand von 1,5 Metern untereinander eingehalten wurde und keine medizinischen Masken getragen wurden. Die informierten Personen müssen sich wie unter der Kategorie „Kontaktpersonen“ beschrieben verhalten.

Antworten auf häufige Fragen zu den Quarantäne-Regelungen finden Sie auf der Website des Landes NRW.

(red)