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Düren: Container waren in Windeseile voll

Düren : Container waren in Windeseile voll

Der Dürener Servicebetrieb (DSB) „erstickt” in Elektro-Schrott. Auf dem Betriebshof werden inzwischen bereits keine Kühlschränke mehr angenommen.

Hintergrund: Die Abfuhr der ausgedienten Elektrogeräte zum Ausschlachten und Weiterverwerten funktioniert nicht. Seit dem 24. März ist auch in Deutschland das „Elektro- und Elektronikgesetz” in Kraft. Die Hersteller von Elektrogeräten sind demnach verpflichtet, die ordnungsgemäße Entsorgung sicherzustellen, wenn die Geräte einmal ausgemustert werden. Für den Kunden ist die Leistung kostenlos. Die Aufgabe wurde der Stiftung Elektro-Altgeräte (EAR) übertragen. Doch in der Umsetzung gibt es offenbar noch Anlaufschwierigkeiten. „Das ist ein einziges Chaos”, schimpfte heute der Kaufmännische Leiter des DSB, Friedhelm Wirges.

Immerhin, eine gewisse Systematik ist zu erkennen. So wurde der Elektroschrott von EAR in fünf verschiedene Sortierkriterien eingeteilt.
Gruppe 1: Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen oder Herde.
Gruppe 2:Kühlgeräte, Kühlschränke.
Gruppe 3: Informations-, Telekommunikationsgeräte, Unterhaltungselektronik, also Computer, Drucker, Monitore.
Gruppe 4: Gasentladungslampen, Metalldampflampen.
Gruppe 5: Haushaltskleingeräte wie Staubsauger, Toaster, Bügeleisen, Bohrmaschinen etc.

Für jede Entsorgungsgruppe wurde dem DSB schließlich zum Start ein großer Container hingestellt. Doch damit erschöpfte sich die Leistung von EAR auch schon. Nur wenige Container wurden seither auch wieder abgeholt, zum Teil erst nach 14 Tagen.