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Nörvenich: Clevere Lösung: Rathauserweiterung für 60.000 Euro

Nörvenich : Clevere Lösung: Rathauserweiterung für 60.000 Euro

Das Nörvenicher Rathaus platzt aus allen Nähten. Vor allem wegen der gestiegenen Aufgabenbelastung im Sozialbereich ist eine Erweiterung dringend erforderlich. Dank einer cleveren Lösung ist das jetzt mit einer Investitionssumme von nur rund 60.000 Euro möglich.

Die zusätzlichen Büros werden im leerstehenden Barbara-Kindergarten eingerichtet. Ein Anbau am bestehenden Rathaus oder an der unmittelbar benachbarten Neffeltalhalle hätte zwischen 500.000 und 680.000 Euro gekostet. Eine weitere Alternative - der Umbau des Kellers der Neffeltalhalle - wäre mit 360.000 Euro zu Buche geschlagen.

Es war Bürgermeister Hans Jürgen Schüller, der auf die Idee kam, den Barbara-Kindergarten als Erweiterungsgebäude zu nutzen. Der liegt zwar ein paar Hundert Meter vom Rathaus entfernt, gehört aber mitsamt dem Grundstück der Gemeinde, ist in einem guten baulichen Zustand und noch dazu eingeschossig, also „barrierefrei” und damit behindertengerecht.

Der Kindergarten, der früher vom Elternwerk der Bundeswehr genutzt wurde, wird aufgrund der demografischen Entwicklung nicht mehr benötigt: Es gibt in Nörvenich schlichtweg zu wenig Kinder, um die Einrichtung zu erhalten.

Für den nötigen Umbau des Kindergartens mit einer Gesamtnutzfläche von 372 Quadratmetern werden 202.000 Euro veranschlagt. Weil die Gemeinde das große Außengelände für ihre Zwecke nicht benötigt, kann es verkauft werden. Aufgeteilt in zwei Grundstücke bringt das 140.000 Euro in die Kasse, so dass unter dem Strich 62.000 Euro aufzubringen sind. Hinzu kommen noch die Einrichtungskosten von etwa 46.000 Euro.

Die Umbauarbeiten gehen zügig voran, so dass voraussichtlich Ende Juli alles fertig ist. Dann können zehn größere Büroräume und etliche Nebenräume genutzt werden. Unter anderem werden die jetzt noch im Keller des Rathauses unzureichend gelagerten Akten in die Nebenstelle geschafft. Damit bei der internen Kommunikation keine unnötigen Kosten entstehen, ist das Kindergartengebäude über eine Funkstrecke mit den übrigen Dienststellen verbunden.