Chorgemeinschaft Pier-Lucherberg und Mandolinenclub TC Rurland Pier

Gemeinsames Konzert : Nostalgische und verträumte Klänge begeistern

„Wollen wir nicht einen neuen, größeren Chor aufmachen?“, fragte Chorvorsitzender Franz-Josef Scharnickel erstaunt, in Anbetracht des beschwingt mitsingenden Publikums.

Die Chorgemeinschaft Pier-Lucherberg und der Mandolinenclub TC Rurland Pier hatten zum Konzert im Gemeindehaus eingeladen, bei dem die Zuhörer als Sänger involviert waren.

Zunächst gab die Chorgemeinschaft einige klassische Gesangsstücke zum Besten. Vielstimmig und sehr harmonisch wirkte das Zusammenspiel des Ensembles, das aus 18 Männern besteht. Gefühlvolle aber auch flottere Titel auf deutscher Sprache trafen das Thema des Konzerts „Jeder Tag ein Sonnentag“ sehr gut. Lieder wie „Die Wunder dieser Welt“ oder „Das Schifferlied“ erzeugten eine nostalgische und verträumte Stimmung im Raum, in dem sich rund 160 Gäste eingefunden hatten.
Geschmunzelt wurde bei dem Mundart-Titel „Fröher wohr doch alles schöner“, was von den Sängern in Pierer/Lucherberger Platt vorgetragen wurde.

Dass die Chorgemeinschaft im letzten Jahr einen deutlichen Wandel durchlebt hat, war nicht wahrzunehmen. Franz Josef Scharnickel: „Ende 2016 verließ uns unser damaliger Dirigent. Ab da an war es eine Hängepartie, manche wollten aufhören, da wir keinen Ersatz finden konnten.“

Glücklicherweise fand sich nach einiger Zeit ein neuer Kandidat: Chormitglied Alfons Schwalbach erklärte sich für die Aufgabe bereit, obwohl er viel zu tun hat. „Alfons Schwalbach leitet zudem auch den Mandolinenclub. Wir sind ihm sehr dankbar dafür, dass er uns nun anleitet und frischen Wind in die Chorgemeinschaft bringt“, erklärte Scharnickel, der unter dem Namen „Inde-Poet“ auch als Heimatdichter tätig ist. Überhaupt habe man mit modernerem Liedgut und der Einbindung des Publikums, die jetzt zum ersten Mal stattgefunden hatte, die Chorkonzerte etwas auflockern wollen.

Das ist gelungen, natürlich auch durch die Teilnahme des Mandolinenclubs TC Rurland Pier, der mal alleine und mal mit Publikumsgesang spielte. Auch die Rurland-Singers waren mit von der Partie, die Gesangsabteilung des Mandolinenclubs, von denen einige Mitglieder auch gleichzeitig in der Chorgemeinschaft aktiv sind.

Zum Abschluss des Konzerts waren schließlich alle Beteiligten gemeinsam zu hören: Die Chorgemeinschaft, der Mandolinenclub und die Rurland-Singers stimmten die beiden Klassiker „Rot sind die Rosen“ und „Kein schöner Land“ an, was für allgemeine Begeisterung im voll besetzten Gemeindehaus sorgte.

(nie)
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