Nideggen: „Chaine de Rotissuers“: Auszeichnung für Restaurant in Burg Nideggen

Nideggen : „Chaine de Rotissuers“: Auszeichnung für Restaurant in Burg Nideggen

Der Pressesprecher der Gastronomievereinigung „Chaine de Rotisseurs“ Mittelrhein, Joachim Römer, überreichte während einer kleinen Feier den Betreibern des Burgrestaurants Nideggen, Herbert Brockel und Tobias Schlimbach, die Messingplakette der größten und ältesten Gastronomievereinigung der Welt.

Diese „Confrerie de la Chaine de Rotisseurs“ — die „Bruderschaft, die Ochsen am Spieß briet“ — wurde 1248 in Frankreich gegründet, wusste Joachim Römer zu berichten. Von Napoleon wurde sie verboten. Anfang der Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts wurde sie wiederbelebt und existiert seitdem mit 25.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Erde. Deutschland zählt 2000 Mitglieder, am Mittelrhein, zu dem auch Nideggen und Umgebung zählt, sind 180 Mitglieder beheimatet. In der Region Bonn, Aachen, Köln gehören etwa 30 Restaurants zu den ausgezeichneten.

Soldaten und Spione

Wie wird man Mitglied? Über die Mundpropaganda werden Restaurants bekannt, Köche oder Restaurantbetreiber können nach gewissen Kriterien Aufnahmeanträge stellen, so genannte „Soldaten“ und „Spione“ werden ausgesandt, um die Bewerber kennenzulernen. Die Küche mit allem Drum und Dran wird begutachtet.

„Ein guter Koch“, sagte Joachim Römer, „muss immer neue Ideen entwickeln, Kombinationen verschiedener Produkte ausprobieren. Handwerkliches und Originelles müssen ineinandergreifen.“ Der Koch sei und bleibe ein Künstler und Kreativer.

Neben den vielen Essenseinladungen in die verschiedenen Mitgliederrestaurants gibt es jährlich Kochwettbewerbe lokal, regional, national und international. Der „Chaine des Rotisserie“ fordert und fördert. Höhepunkt in Deutschland ist der nationale Wettbewerb, bei dem interessante Preise gewonnen werden.

Die Essstörung

Mitglied in der Bruderschaft kann jeder werden, also auch Laien. Allgemeine Voraussetzung ist der Spaß am Essen. Veganer und Vegetarier sind unterrepräsentiert. „Veganer haben eine Essstörung“, meinte Joachim Römer. Das Essverhalten der Vegetarier werde von einer Art Glaube geprägt, fuhr Römer fort. „Wir Menschen im ‚Chaine des Rotisseurs‘ sind glücklich, weil wir alles essen, was uns schmeckt.“

(bel)
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