Düren: CDU-Stadtgespräch: Wie wird Düren altengerecht?

Düren: CDU-Stadtgespräch: Wie wird Düren altengerecht?

Robert Hallstein, Vorsitzender der Dürener CDU-Senioren Union, schraubt den Anspruch durchaus hoch: „Ich habe die Hoffnung, dass die Politik sich dem Thema widmet, der Bürgermeister es zur Chefsache macht.“ Das Thema ist nicht nur sein Thema.

„Dialog der Generationen im Spannungsfeld des demografischen Wandels“ lautet etwas sperrig der Titel einer Podiumsdiskussion an diesem Donnerstag um 19.30 Uhr im Dürener „Komm“-Zentrum. Neben Bürgermeister Paul Larue, dem CDU-Vorsitzenden Thomas Floßdorf und seinem Fraktionskollegen Stefan Weschke wird auch Robert Hallstein mit auf dem Podium sitzen. Eingeladen hat die CDU zudem den Berliner Soziologen Bernd Schüler, der unter anderem am Beispiel aus anderen Kommunen über generationenverbindende Projekte berichten und vor allem deutlich machen soll, was es genau bedeutet, dass unsere Gesellschaft immer älter wird — und was Kommunen dagegen machen können.

Schwerpunkte setzen

„Kommunen müssen klare Schwerpunkte setzen“, sagt CDU-Vorsitzender Thomas Floßdorf. „Unsere Bürger sollen sich auch in 20 oder 30 Jahren hier noch wohl fühlen.“ Soll heißen: Wandelt sich die Gesellschaft, müsse sich auch eine Stadt anpassen und dementsprechende altersgerechte Strukturen aufbauen. Auch wenn Floßdorf weiß, dass die Kommune nur begrenzte Mittel für entsprechende Projekte bereitstellen kann, sieht er dennoch Spielraum: „Wir haben in den letzten Jahren den Schwerpunkt U3-Ausbau gesetzt und sieben Millionen Euro investiert. Jetzt müssen wir einen neuen Schwerpunkt setzen.“

Dabei sieht Floßdorf Düren in einzelnen Bereichen gut gerüstet: „Auf dem Feld der Gesundheitsfürsorge hat die Stadt mit drei Krankenhäusern und vielen Fachärzten alle Trümpfe in der Hand. Zudem ist Düren eine Stadt der kurzen Wege und im Zentrum schon jetzt weitestgehend barrierefrei.“ Nachholbedarf sieht Floßdorf zum Beispiel beim Wohnungsbau. Eine Miete, die heute mit 8,10 Euro je Quadratmeter vielleicht noch bezahlbar ist, kann bei sinkenden Renten schnell unbezahlbar werden, argumentiert er.

Floßdorf und Hallstein machen sich deshalb - ähnlich wie die SPD - dafür stark, ein bis zwei Stellen in der Verwaltung zu schaffen, die sich der Gesamtthematik annehmen, eine Bestandsaufnahme vorlegen und zudem Maßnahmen und Investitionen anstoßen, Impulse liefern und als Ansprechpartner für die Bürger bereitstehen. Auch vor einem ganz anderen Hintergrund. „Die, die sich gut vorbereiten, werden stabile Einwohnerzahlen haben“, glaubt Floßdorf. Und gute Einwohnerzahlen bedeuten eben auch stabile Landeszuschüsse.

(bugi)