Düren: CDU fordert neues Baugebiet in Derichsweiler

Düren: CDU fordert neues Baugebiet in Derichsweiler

Im Dürener Stadtteil Derichsweiler soll nach Vorstellungen der CDU ein neues Baugebiet mit zirka 30 Grundstücken entstehen. Das Areal würde die Lücke zwischen den bestehenden Gebieten Königshof und Derigsweg schließen. Die SPD ist im Gegensatz zur CDU skeptisch.

„Wir wollen genau prüfen, ob ein weiteres Baugebiet in einem Stadtteil sinnvoll ist“, sagte SPD-Fraktionsvize Ulf Opländer auf Anfrage der „DN“. Seit 1999 sind in fast allen Dürener Ortsteilen neue Baugebiete entstanden — fast immer auf Betreiben und Beschluss der CDU. Parteichef Thomas Floßdorf sagte: „Es gab kein Gebiet ohne Widerstand im Rat.“ Auch jetzt ist angesichts der Äußerungen von Ulf Opländer, der „weiteren unerwünschten Flächenverbrauch“ befürchtet, mit Gegenwind zu rechnen.

Der Derichsweiler CDU-Ortsvorsteher Roland Kulig sieht eine Nachfrage nach Grundstücken. Interessenten hätten ihn angesprochen. Das Neubaugebiet Königshof sei innerhalb weniger Jahre ausgebucht gewesen. Eine ähnliche Resonanz erwartet die CDU auch für das erweiterte Gebiet, das laut bisheriger Planung mit einer zweiten Zufahrt und einem Spielplatz ausgestattet würde. Das Gebiet Königshof verfügt nur über eine Zufahrt. Das könne zu Problemen führen, sagte Roland Kulig, etwa wenn Feuerwehrwagen einen schnellen Zugang bräuchten.

Ein Investor habe Interesse, das derzeitige Ackerland zu kaufen. Er würde die einzelnen Grundstücke veräußern, die Käufer könnten ihre Häuser dann in Eigenregie bauen. Die Stadt würde, wenn der neue Stadtrat positiv entscheidet, Baurecht schaffen.

Beinahe alle Dürener Baugebiete seien mittlerweile ausgelastet, sagte CDU-Fraktionschef Stefan Weschke. Kleinere Flächen gibt es noch in Mariaweiler und Merken. Weitere (kleine) Baugebiete könnten noch in Gürzenich und eventuell in Birgel erschlossen werden.

SPD-Stadtrat Opländer sagte, ob es tatsächlich eine Nachfrage in Derichsweiler gebe, müsse sich zeigen. Zudem sei es wichtig, die Dürener Innenstadt zu stärken und dort Wohnangebote zu schaffen. Überdies würden in den nächsten Jahren viele Eigenheime aufgrund des demografischen Wandels verkauft — auch in den Stadtteilen.

(inla)
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