CDU-Chef Floßdorf steht in Düren als Bürgermeisterkandidat Gewehr bei Fuß

Bürgermeisterwahlen 2020 : CDU-Chef Floßdorf steht in Düren Gewehr bei Fuß

Eine Antwort auf die brennendste Frage der Dürener CDU gab es auch am Dienstagabend in der Sitzung des erweiterten Stadtparteivorstands nicht: Amtsinhaber Paul Larue ließ weiter offen, ob er 2020 mit dann 64 Jahren noch ein fünftes Mal als Bürgermeisterkandidat antreten wird.

Er sei noch unentschlossen und werde seine Entscheidung, wie bereits mehrfach betont, erst am 1. Oktober öffentlich bekanntgeben, hieß es aus der Sitzung. Dann ist Larue 20 Jahre im Amt.

Was aber jetzt klar ist: Für den Fall, dass Larue nicht mehr antritt, steht der Stadtparteivorsitzende Thomas Floßdorf Gewehr bei Fuß. Ob er auch in einer Kampfkandidatur gegen den im Volk populären Amtsinhaber antrete, ließ der 42-Jährige offen. „Ich halte wenig davon, über ungelegte Eier zu sprechen“, betonte Floßdorf auf Nachfrage. Dazu werde er sich erst äußern, wenn Larue sich positioniert hat. Eine Entwicklung, die dem Vernehmen nach nicht bei allen CDU-Vorstandsmitgliedern Glücksgefühle auslöste. Der eine oder andere hätte sich eine klare Kante gewünscht, um schon jetzt – anderthalb Jahre vor der Kommunalwahl – an der Gesamtstrategie der CDU arbeiten und neue Wählerschichten erschließen zu können.

Beim Stadtparteitag am 10. Mai wird Floßdorf, der 2012 die Nachfolge von Thomas Rachel angetreten hat, zum fünften Mal als Vorsitzender kandieren. Bei den bisherigen Wahlgängen erhielt der seit langem als Larues Kronprinz gehandelte Floßdorf stets mehr als 94 Prozent Zustimmung, 2015 sogar das Traumergebnis von 100 Prozent. Mit Fraktionschef Stefan Weschke sowie den Stadtverordneten Iris Papst und Inge Prümm treten drei seiner vier bisherigen Stellvertreter wieder an, für den aus gesundheitlichen Gründen ausscheidenden  Karl-Albert Eßer soll mit dem 29-jährigen Christoph Guth ein Vertreter der jungen Generation nachrücken.

Stand heute will die CDU ihre Kandidaten für die Stadtratswahl im Januar nominieren, den Bürgermeisterkandidaten eventuell früher, um nach dem 1. Oktober nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

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