Düren: Burgau-Gymnasiasten gehen auch digital gegen Vorurteile an

Düren : Burgau-Gymnasiasten gehen auch digital gegen Vorurteile an

Der Islam und Muslime sind nicht zuletzt wegen Terror und Radikalisierung immer wieder präsent in den Medien. Um trotz diesen oft negativen Assoziationen gegen Vorurteile vorzubeugen, zeigt die Ausstellung „Was glaubst du denn?! Muslime in Deutschland“ in der Aula des Burgau Gymnasiums den Alltag von verschiedenen Muslimen und ihre ganz persönlichen Wünsche und Ziele.

Das Besondere an dieser Ausstellung der Bundeszentrale für politische Bildung, in Kooperation mit der Integrationsstelle der Stadt, dem Burgau-Gymnasium und dem Projekt NRWeltoffen, sind nicht nur die vielen digitalen Medien, durch die sie erlebt werden kann, sondern auch, dass die Besucher von Schülern durch die Stationen geführt werden.

Nach der so genannten Peer-Ausbildung, die im Vorfeld an mehreren Workshoptagen stattgefunden hat, wissen die freiwilligen Schülerinnen und Schüler in Theorie und Praxis über alle Stationen Bescheid.

28 Peers

Annalena und Maren gehen beide in die Q1 und sind zwei der 28 Peers. „Ich finde es sehr interessant, zu sehen, wie viele Menschen doch irgendwie Vorurteile haben“, sagt Maren. „Dabei ist es meistens gar nicht so, wie man denkt.“ Das wird schnell an einer der ersten Stationen klar, wo die Besucher der Ausstellung raten sollen, welche Menschen auf Fotos welche Religion haben. Hier bestätigt sich, dass Stereotypen eben nicht immer der Wahrheit entsprechen.

„Die Muslime, die hier vorgestellt werden, sind alle ganz normale Menschen“, bringt Annalena die Aussage der Ausstellung auf den Punkt: „Der Islam wird oft mit schlechten Dingen in Zusammenhang gebracht, aber man kann die Menschen nicht nur über die Religion definieren. Sie haben Hobbys, Wünsche und sind Individuen wie jeder andere auch.“

Lehrer Ben Gülden freute sich vor allem über das große Engagement der Schüler, die zwischen Unterricht und Klausuren noch so viel Zeit für das Projekt finden. „Wir hatten sehr viele Anmeldungen von Freiwilligen“, erklärt er. „Schließlich musste das Los entscheiden. Ich bin wirklich stolz, dass das Thema mit so viel Interesse und Engagement angegangen wird.“

Die Buchung

Die Ausstellung kann auch von Einzelpersonen an drei offenen Montagen jeweils zwischen 14 und 16 Uhr besucht werden. Außerdem ist sie am 24. April am Abend des Elternsprechtages im Gymnasium von 17 bis 20 geöffnet. Interessierte Gruppen oder Schulklassen können außerdem noch bis zum 4. Mai einen Besichtigungstermin auf www.wasglaubstdudenn.de buchen.

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