Bundesverdienstkreuz für den Dürener Stadtbrandmeister

Hohe Auszeichnung : Hans-Jürgen Pelzer bekommt das Bundesverdienstkreuz

Pflichtbewusstsein und Ausdauer sind zwei Begriffe, mit denen man Hans-Jürgen Pelzer treffend beschreiben kann. 23 Jahre war der 62-Jährige ehrenamtlicher Stadtbrandmeister in Düren und damit Chef von rund 350 Feuerwehrleuten. Am Donnerstag hat er von Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) das Bundesverdienstkreuz bekommen.

Pelzer ist im besten Sinne ein Feuerwehr-Urgestein. 1976 ist er Mitglied der Löschgruppe Arnoldsweiler geworden und hat sich früh als Führungskraft und Ausbilder in verschiedenen Bereichen engagiert. Von 1993 bis 2016, also 23 Jahre, war er ehrenamtlicher Leiter der Feuerwehr Düren. Pelzer hat die Jugendfeuerwehr in Düren initiiert und auch den Förderverein der Feuerwehr initiiert. Zudem war er ebenfalls 23 Jahre stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Düren und genau so lange Vorstandsmitglied im Verband der Feuerwehren in NRW. „Hans-Jürgen Pelzer“, betonte Landrat Spelthahn, „hat die Feuerwehr im Dürener Land geprägt. Er hat sich mit viel Kompetenz, einem hohen fachlichen Ansehen und einem ausgeprägten Pflichtbewusstsein mehr als 40 Jahre für die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen in seiner Stadt eingesetzt.“

Auch Bürgermeister Paul Larue (CDU) lobte das Engagement Pelzers. Ehrenamtlicher Stadtbrandmeister, betonte Larue, sei ein Amt mit höchster Verantwortung. „Düren hat mehr als 90.000 Einwohner, mehrere Krankenhäuser und Behinderteneinrichtungen, aber auch große Industrieunternehmen. Das ist eine Herausforderung für unsere Wehr.“ Pelzer sei immer ein absoluter Profi gewesen. „Er hat für die Feuerwehr gelebt. Und er hat sich in vielen Diskussionen, auch im Dürener Stadtrat, sehr engagiert und kämpferisch, aber immer mit Augenmaß für die Belange seiner Wehr eingesetzt.“ Johannes Rothkranz, Amts- und Wehrleiter der Dürener Feuerwehr und damit Nachfolger von Pelzer, betonte, wie gut vernetzt der langjährige Stadtbrandmeister in der Feuerwehr auf Stadt-, Kreis und Landesebene gewesen sei. „Ich konnte und kann sehr viel von Dir lernen. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Neben der Feuerwehr ist der Fußball der zweite Bereich, in dem Pelzer sich ehrenamtlich engagiert hat und immer noch engagiert. Der Vater eines Sohnes war 26 Jahre Vorstandmitglied bei Viktoria Arnoldweiler und arbeitet ehrenamtlich als Beisitzer beim Kreissportgericht des Fußball-Verbandes Mittelrhein.

Der Geehrte und auch dessen Ehefrau Elke und seine Mutter Hannelore freuten sich sichtlich über die Auszeichnung. „Ich weiß nicht, wie ich mit so viel Lob umgehen soll“, sagte Pelzer, „und ich gebe zu, dass ich skeptisch war, ob ich sie wirklich verdient habe.“ Nach langen Gesprächen mit seiner Familie und seinen Freunden sehr er heute „sehr stolz, das Bundesverdienstkreuz zu bekommen.“ Pelzer: „Natürlich hat ein so langes ehrenamtliches Engagement viele Höhen und Tiefen, Erfolge und Niederlagen.“ Er habe unzählige Diskussionen mit der Dürener Politik über die Situation der Dürener Feuerwehr geführt. „Heute haben wir einen Status Quo, der sich landesweit sehen lassen kann.“ Auch wenn Pelzer, der sich am Donnerstag auch ausdrücklich für die Unterstützung seiner Familie, besonders seiner Frau bedankte, seit zwei Jahren kein Stadtbrandmeister mehr ist, so bleibt er doch der Dürener Wehr erhalten. Im Augenblick bereitet er das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Wehr und eine entsprechende Festschrift vor.

Mehr von Aachener Nachrichten