Bundesligist RC CWS unterliegt in Lübtheen

Gäste sehen sich ungerecht behandelt : Merkens Ringer hadern mit dem Mattenleiter

Wenn man lange an einem Sieg geschnuppert hat, ist eine knappe Niederlage umso bitterer. Wenn man dann auch noch eine Sechs-Stunden-Rückfahrt vor sich hat, nagt ein Kampfverlust umso mehr.

So ist es dem Ringerclub CWS Düren-Merken am vergangenen Samstagabend bei der 13:16-Niederlage beim Bundesliga-Kontrahenten aus Mecklenburg-Vorpommern, RV Lübtheen, ergangen.

Gegen das Tabellenschlusslicht gelang im Hinkampf noch ein 18:4-Erfolg. Und auch nach den ersten vier Kämpfen sah es ähnlich gut aus. 11:1 führten die Merkener, doch danach lief so gut wie nichts mehr. „Macht euch keine Sorgen, die Punkte werden wir hinten raus holen“, gab der Lübtheener Hallensprecher bei eben jenem Stand durchs Mikrofon.

Er sollte aber Recht behalten. Er war nicht der einzige Mann, der sich für die Gäste unbeliebt machte. Auch mit dem Mattenleiter war man – gelinde gesagt – nicht ganz einverstanden.

In mehreren Kämpfen sahen sich die Merkener ungerecht behandelt. Trainer Daniel Anderson und Ringer Alexander Kleer sahen für ihre Unmutsäußerungen die gelbe Karte. Einen enorm bitteren Abend erlebte Merkens griechisch-römisch Ringer Kai Stein. Er fuhr sechs Stunden im Auto, um nach zwei Minuten und fünfundzwanzig Sekunden disqualifiziert zu werden. Dies geschah, da er drei Verwarnungen vom Mattenleiter ausgesprochen bekam. „Die Erste für Passivität, die Zweite, weil ich meinem Gegner im Boden an die Beine gefasst haben soll und die Dritte, weil ich im Boden geblockt habe. Die ersten beiden Entscheidungen waren falsch und die Dritte würde auch nicht jeder pfeifen“, war Stein bedient. So verlor Stein in der Klasse bis 80 Kilogramm gegen Rajbek Bisultanov vorzeitig. Die Laune der Merkener war nach Kampfende so im Keller, dass eine geplante Reeperbahn-Tour im Anschluss ausfiel. Zu sehr nagte die vertane Chance auf den zweiten Saisonsieg.

(say)
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