Bund unterstützt Voith-Forschungsprojekt zum Kohlefaser-recycling

Forschungsprojekt : Voith Düren arbeitet mit Partnern am Kohlefaser-Recycling

Im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts treibt der Dürener Anlagenbauer Voith mit internationalen Projektpartnern die Herstellung von Kohlefaservliesen aus recycelten Kohlefaserverbundwerkstoffen voran.

Koreanische Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind Hauptprojektpartner, Unternehmen aus den USA sind als assoziierte Partner ebenfalls mit an Bord. Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben, das mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Budget von mehr als 2,5 Millionen Euro angelegt ist.

Voith stellt für das Projekt eine Versuchsmaschine zur Verfügung, auf der carbonfaserbasierte Vliesstoffe hergestellt werden können. Die Maschine steht im Technologiezentrum von Voith Paper in Düren und kann Vliesstoffe bei einer Produktionsgeschwindigkeit von bis zu 600 Metern pro Minute in ein bis drei 3 Lagen herstellen. „Unser Ziel ist es, Recycling-Verfahren für carbonfaserverstärkte Verbundwerkstoffe zu entwickeln und dabei die gesamte Wertschöpfungskette – von der zurückgewonnenen Kohlefaser bis hin zum Verbundwerkstoff – abzudecken. Dies ist nur aufgrund der internationalen Partner möglich, die ihre jeweilige Expertise in das Forschungsprojekt einbringen“, erklärt Kai Pöhler, bei Voith Paper für die Geschäftsentwicklung zuständig. Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel (MdB) überreichte den Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in der Voith-Niederlassung Düren. „Bei Voith in Düren unterstützen wir als Bundesforschungsministerium die Entwicklung von Vliesen aus recycelten Carbonfasern. Denn die nachhaltige Nutzung von Kohlenstofffasern ist ein wichtiger Beitrag für eine umweltbewusste Kreislaufwirtschaft“, betonte Rachel.

Zentrale Rolle im Klimawandel

Klimawandel und die damit verbundenen Folgen machen den verringerten Materialeinsatz in der Produktion erforderlich. Hierbei spielen rohstoffsparende und ressourceneffiziente Produktionstechniken sowie die konsequente Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle.

Dies gilt auch für Kohlefasern. Deren Herstellung ist sehr energie- und kostenintensiv und die Verarbeitung zum Endprodukt erfordert aufwendige Fertigungsprozesse. Wegen ihres enormen Leichtbaupotenzials in vielfältigsten Bereichen sollen die carbonfaserverstärkten Verbundwerkstoffe zukünftig dennoch in deutlich stärkerem Maße als bisher zum Einsatz kommen. Demnach ist das Recycling von Kohlefasern nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus wirtschaftlicher Perspektive äußerst relevant.