Düren: Bürgersolaranlagen: Grüne lassen nicht locker

Düren: Bürgersolaranlagen: Grüne lassen nicht locker

Zum wiederholten Male haben am Freitag Vertreter der Dürener Grünen und der hiesigen Ortsgruppe im Bund für Umweltschutz und Naturschutz Deutschland (BUND) die Stadtverwaltung aufgefordert, Dächer von kommunalen Gebäuden für Bürgersolaranlagen zur Verfügung zu stellen.

Schon im Januar hatten die Grünen einen entsprechenden Antrag gestellt. Im April folgt ein Bürgerantrag des BUND in der gleichen Sache. Und auch die SPD unterstützt solche Initiativen. In den Fachgremien des Stadtrates, geschweige denn im Rat selbst, ist die Sache aber noch immer nicht erörtert worden.

Grüne und BUND verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass praktisch alle Gemeinden im Umkreis die umweltfreundliche Stromerzeugung durch Bürgersolaranlagen unterstützen und zum Teil auch aktiv fördern. Auch der Kreis Düren habe die Dächer von etlichen Immobilien in seinem Besitz für private Solaranlagen frei gegeben. Bürgersolaranlagen wurden schon vielerorts auf kommunalen Gebäuden eingerichtet. Sie werden in der Regel von mehreren Privatpersonen oder auch Vereinen auf eigene Kosten installiert und betrieben. Der gewonnene Strom wird ins öffentliche Leitungsnetz eingespeist, also nicht direkt von den Eigentümern der Anlagen genutzt - was aber letztlich auf das Gleiche hinaus läuft. Die Vergütung für die Einspeisung kassieren die Betreiber, die ihrerseits in der Regel eine Miete für die genutzten Dachflächen entrichten. Manche Städte und Gemeinde stellen die Flächen sogar kostenlos zur Verfügung.

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