Bürgerinitiative veranstaltet Dinner im Willy-Brandt-Park

„Gut leben in Düren“ : „Dinner für die Demokratie“

Gemeinsam Düren lebenswerter machen. Das ist die Aufgabe der Bürgerinitiative „Gut leben in Düren“. In Kooperation mit der evangelischen Gemeinde Düren, veranstaltete die Bürgerinitiative das „Dinner für die Demokratie“ im Willy-Brandt-Park.

Die Sitzbänke waren gut gefüllt, über 60 Bürger waren dabei. Sie versammelten sich, um gemeinsamen zu essen und sich auszutauschen. Über die Bedeutung von Demokratie, über das Privileg der Freiheit und über das Leben in Düren. Das Dinner wurde passend zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes veranstaltet. Auf den Tischen wurden Textpassagen und Sprüche aufgestellt. „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ oder „Wir sind glücklich über 70 Jahre Demokratie“ stand auf kleinen Karten. Beim Dinner im Willy-Brandt-Park wurden Freiheit und Demokratie in ausgelassener Stimmung und bei sonnigem Wetter gefeiert.

Doris Unsleber ist Mitglied in der Bürgerinitiative „Gut leben in Düren“ und hatte das Dinner organisiert. Hauptberuflich ist die studierte Biologin als Leiterin der Erwachsenenbildung bei der evangelischen Gemeinde in Düren tätig. „Ich bin Ur-Dürenerin und ich liebe meine Heimat. Darum möchte ich mich dafür einsetzen, sie schöner und lebenswerter zu machen“, erzählte Unsleber. „Es sind viele von der evangelischen Gemeinde und der Bürgerinitiative gekommen, aber auch einige Bürger der Stadt, die unserer Einladung gefolgt sind.“

Die Bürgerinitiative „Gut leben in Düren“ entstand aus dem früheren „Lenkungskreis“ der lokalen Agenda 21. Diese Agenda ist ein kommunales Entwicklungsprogramm für Nachhaltigkeit, das im Jahr 1992 von damals 178 UNO-Mitgliedsstaaten eingeführt wurde. In den Städten und Kommunen sollen sich auch Bürger daran beteiligen, Nachhaltigkeit zu fördern. Früher kooperierten die engagierten Bürger mit der Stadt Düren. Jetzt unterstützt die evangelische Gemeinde die Bürgerinitiative.

Cornelia Kenke ist seit den Anfängen in den 90er Jahren dabei. Damals war sie Sprecherin für die lokale Agenda 21 in Düren. Auch jetzt macht sie noch mit. „Früher war es die Kooperation zwischen Bürgern und Stadt, jetzt kooperieren die Bürger mit der evangelischen Gemeinde“, so Kenke. Eine Bürgerinitiative braucht eine solche Institution im Rücken, damit sie Zugriff auf Spenden und Unterstützung hat. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde, kann aber auch einiges mehr bewirkt werden.

Die nächste Aktion zur nachhaltigen Entwicklung in Düren heißt „Düren – Papier statt Plastik“. Hierbei soll entlang und aus der Rur Plastikmüll gesammelt und entsorgt werden.

Jeder kann etwas zur Nachhaltigkeit in Düren beitragen. Unterstützung wird immer gebraucht. Für die Aktion Plastikmüll ist jede Hand eine große Hilfe.

(tj)
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