Boxmatinee im Annazelt

Boxen : Auf der Annakirmes fliegen die Fäuste

Die Boxmatinee im Annazelt, veranstaltet vom Dürener Boxring 55, ist auf der Annakirmes nicht mehr wegzudenken. Und jetzt feiert sie sogar ein Jubiläum. Wenn am Sonntag, 4. August, ab 11 Uhr (Einlass 10 Uhr) wieder die Fäuste fliegen, gilt es in einem das 25-jährige Bestehen der Veranstaltung zu zelebrieren.

Damals, bei der Erstauflage, waren es vor allem drei Personen, die halfen, den Plan der Dürener Box-Ikone Ernst Müller (Europameister 1979 im Weltergewicht) umzusetzen. „Bürgermeister Josef Vosen, Annakirmes-Platzmeister Max Rönz und unser damaliger Vorsitzender Helmut Mays, die leider alle schon verstorben sind“, erinnert sich Müller. „Ich bin damals auf den Bürgermeister zugegangen, weil ich in Bayern gesehen hatte, dass dort im Zelt geboxt wird“, so Müller, der sofort Feuer und Flamme war.

„Das ist etwas völlig anderes, als in einer Sporthalle zu boxen. In der Halle ist es bedeutend ruhiger – im Festzelt ist immer etwas los, die Leute strömen herein, sind neugierig, rufen vielleicht auch schon einmal etwas rein und trinken ein Bierchen dabei“, berichtet Müller begeistert.

Zum vierten Mal in Folge sind nun wieder die Marburger Boxer zur Matinee zu Gast. „Da hat sich eine Freundschaft entwickelt“, meint Ernst Müller. „Wir fahren auch nach Marburg, wenn dort ein Boxfest ist.“

Auf zehn, eventuell sogar elf Kämpfe dürfen sich die rund 400 Zuschauer, die erwartet werden, freuen. Kampfbereit für Düren sind die eigenen Kräfte Simon Golla (40 Kilogramm), Sarah Liegmann (52), Emre Güngörmüs (60), Marcel Heeg (64), Michael Kautz (64), Leon Dienstknecht (64), Philipp Marenbach (75) und die „ausgeliehenen“ Boxer Erik Leser (52), Eduard Diener (75, beide Euskirchen), Thomas Ziehbel (66) und Devran Keziekajali (86, beide Köln-Kalk).

Außerdem werden alle ehemaligen Boxer des Klubs im Ring geehrt und auch frühere Wegbegleiter aus Ernst Müllers Bundesliga-Zeiten kommen zur Stippvisite vorbei. Der Eintritt kostet zehn Euro.

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