"Boogielicious" spielt im Töpfereimuseum Langerwehe

„Musik im Museum“ : „Boogielicious“ steht auf die herzliche Atmosphäre

Die Boogie- und Bluesband „Boogielicious“ hat am Samstag im Töpfereimuseum abgeliefert. Das Konzert gehörte zur Reihe „Musik im Museum“, die vom Förderverein des Museums getragen.

Seele der Musikabende ist Jürgen Hüftle, der selbst ein großer Musikenthusiast ist und Musiker aus aller Welt nach Langerwehe holen möchte. Mit der Verpflichtung von „Boogielicious“ hat Hüftle es geschafft, in Person von Eeco Rijken Rapp einen der besten europäischen Boogie-Woogie-Pianisten ins Töpfereimuseum zu holen. Da der Förderverein und die Organisatoren ehrenamtlich arbeiten, können solche Abende nur alle drei Monate stattfinden, auch weil der Aufwand sehr hoch ist. Der Eintritt ist immer frei, finanziert werden die Gagen mit Spenden, die mit etwa 1000 Euro pro Abend dafür sorgen, dass solche Konzerte stattfinden können. „Boogielicious“ spielte vor mehr als 100 Zuhörern im Töpfereimuseum, einige aus Aachen und Köln, weil die „harmonische und familiäre Atmosphäre“ ihnen zusage, wie sie betonten.

Der Raum war gut gefüllt, aber es gab auch schon Abende, an denen bis zu 150 Besucher kamen und teilweise draußen im Hof sitzen mussten. Das Motto von „Musik im Museum“ ist Vielfältigkeit: Es gab Abende mit Jazzensembles, einer Lousiana-Band, irischer Musik und auch Balladen vom Eifelbarden. Für die nächsten drei Jahre steht das Programm bereits, zum Teil fragen Bands und Musiker sogar bei Jürgen Hüftle an, ob sie auftreten können, erzählt der Organisator. Viele Bands kommen von weiter her, wie „Boogielicious“ eben aus den Niederlanden, anderen aus Bielefeld oder Münster. Normalerweise würden die bekannten Bands höhere Gagen verlangen, aber weil das Töpfereimuseum oft gut in ihre Tournee eingebunden werden könne, kommen sie trotzdem gerne für weniger – in die kleine aber herzliche Atmosphäre.

Der Förderverein des Töpfereimuseums hat vor drei Jahren die Leitung des Museums übernommen. In Zukunft soll es noch weiter gehen, und die Betriebsträgerschaft von der Gemeinde auf den Verein übertragen werden.