Kreis Düren: Blitz-Marathon: Knapp 100 Fahrer zu schnell unterwegs

Kreis Düren: Blitz-Marathon: Knapp 100 Fahrer zu schnell unterwegs

An mehr als 60 Kontrollstellen im Kreisgebiet fanden am Dienstag bei einem erneuten sogenannten „Blitz-Marathon“ der Polizei Geschwindigkeitsmessungen statt. Die Dürener Behörde fischte bis zum Dienstagnachmittag rund 100 Fahrer aus dem Verkehr. 94 von ihnen waren zu schnell unterwegs, andere waren nicht angeschnallt, nutzten Handys oder missachteten die Vorfahrt.

Bereits am frühen Morgen war eine 22-Jährige auf der Kreisstraße 2 in Richtung Arnoldsweiler zu schnell unterwegs. Sie fuhr nach Polizeiangaben 79 Stundenkilometer statt der erlaubten 50 km/h. Wie Polizeioberrat Wolfgang Heimbach am Dienstag bei einem Ortstermin zwischen Binsfeld und Düren sagte, sei die junge Frau Wiederholungstäterin.

Da sie sich noch in der Führerschein-Probezeit befindet, hätte sie eigentlich mit einer Erhöhung der Testphase von zwei auf vier Jahre, einer Nachschulung und 80 Euro Bußgeld plus drei Strafpunkten in der Flensburger Sünderkartei rechnen müssen. Da die 22-Jährige allerdings kürzlich schon einmal wegen zu schnellen Fahrens aufgefallen war werde sie nun neben dem Bußgeld sowie den Punkten auch eine schriftliche Verwarnung erhalten. Darin wird ihr bei einem erneuten Verstoß der Entzug der Fahrerlaubnis angekündigt.

„Normalerweise hält der Lerneffekt zwei bis drei Monate an, wenn man erwischt worden ist“, sagt Melanie Mahlmann, Sprecherin der Kreispolizeibehörde. So lange würde die Fahrer ein schlechtes Gewissen plagen. Aus diesem Grund führt die Polizei regelmäßig Kontrollen durch. „Unser Ziel ist es, keine Knöllchen zu schreiben“, sagt sie. Das sei der eigentliche Erfolg. Daher würde die Behörde die Messpunkte für Geschwindigkeitskontrollen veröffentlichen, etwa im Internet.

Wolfgang Heimbach, Leiter der Direktion Verkehr, sagte, dass die Zusammenarbeit mit dem Kreis und der Stadt Düren mittlerweile gut funktioniere. „Wir sprechen uns ab.“ Gemessen wird an Punkten, an denen Gefahren drohen, unfallträchtige Orte etwa. Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kreis 293 Unfälle, die auf zu hohes Tempo zurückzuführen sind. 2011 waren es 277. Unter anderem daran sehe man den Bedarf für „intensive Geschwindigkeitsüberwachungen“, so die Behörde.

(inla)