Inden/Altdorf: Bilder vom alten Dorf Pier

Inden/Altdorf: Bilder vom alten Dorf Pier

Britta Münch arbeitet zwar seit 2006 als Diplom-Sozialpädagogin beim Sozialwerk Dürener Christen, doch die 31-Jährige aus Kerpen-Blatzheim bezeichnet sich selbst als heimatverbunden und ist ein Mädchen vom Dorf geblieben.

So traf es sich, dass Münch im Rahmen ihrer Zusatzausbildung zur Kunstpädagogin am Kölner Institut für Kulturarbeit und Weiterbildung das Projekt Werkstattjahr betreute, in dem Jugendliche ihren Schulabschluss nachholen.

Für ihre Abschlussarbeit sollte sie etwas Praktisches umsetzen. Daraufhin entstand die Idee einer sozialdokumentarischen Fotoserie, bei der sie die Lieblingsorte einiger Jugendlicher aufnehmen wollte.

„Uns gibt es bald nicht mehr”

Als sie ihre Schützlinge beim Sozialwerk fragte, wer mit ihr das Projekt realisieren wolle, meldete sich Corinna mit den Worten: „Kommen Sie doch zu uns nach Pier - uns gibt es bald nicht mehr.” Am Dreikönigstag im Januar 2010 machten sich Britta Münch und Corinna Knobloch auf nach Pier, um dort Corinnas Lieblingsorte zu besuchen und aus dem Blickwinkel der damals 16-Jährigen zu fotografieren.

Entstanden sind dabei 38 Aufnahmen, die unter anderem die Frage beantworten, was Heimat bedeutet. „Augenblicke in Pier” zeigt Impressionen eines Dorfes, das aufgrund des Braunkohletagebaus bald verschwunden sein wird. Nach und nach verlassen die Bewohner ihre Häuser und siedeln um. Zurück bleiben Bagger in einer Geisterstadt mit verschlossenen Rolläden.

Bis Ende Januar

Die Arbeiten werden noch bis zum 27. Januar zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen sein.

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