NRW-Schülerwettbewerb: Besondere „Begegnung mit Osteuropa“

NRW-Schülerwettbewerb : Besondere „Begegnung mit Osteuropa“

In einer stimmungsvollen Zeremonie im Dürener Haus der Stadt erhielten die 50 Preisträger im zum 66. Mal ausgetragenen NRW-Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ ihre Auszeichnungen.

Unter dem Motto „Europa – Zukunft braucht Geschichte“ hatten sich 4024 Kinder und Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen und 16 mittel-, ost- und südosteuropäischen Staaten mit 1612 Beiträgen beteiligt. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW fördert den Wettbewerb jährlich mit 130.000 Euro.

Professor Dr. Hans-Ulrich Baumgarten, Gruppenleiter im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, erinnerte daran, dass bereits 1966 eine der ersten Ehrungen in Düren stattgefunden hat. Anders als damals waren in diesem Jahr neben den deutschen Schülern auch Delegationen aus zahlreichen osteuropäischen Ländern in der Rurstadt dabei. Schließlich gingen auch Auszeichnungen an zehn Teilnehmer aus Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Serbien, Slowakei und Ungarn. Im Jahr 2020 steht der Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ unter dem Motto „Europa – da mache ich mit“.

„Mit dem Wettbewerb möchten wir junge Menschen dafür gewinnen, sich mit den Themen Flucht, Vertreibung und Aussiedlung auseinanderzusetzen, insbesondere im Kontext von Europa. Angesichts globaler Entwicklungen und spürbarer Veränderungen wächst die Gefahr, dass neue Mauern in den Köpfen der Menschen entstehen und man die geschichtlichen Ereignisse aus den Augen verliert. Die Zukunft Europas liegt in den Händen der jungen Menschen. Wir möchten mit diesem Wettbewerb erreichen, dass junge Menschen gemeinsame europäische Wurzeln entdecken und in eine gemeinschaftliche Zukunft starten“, führte Baumgarten in seiner Festansprache aus. Er hob die Ideenvielfalt der Einsender hervor, die neben digitalen Beiträgen auch ganz klassisch gemalt, gebastelt und gezeichnet haben.

Emilia Pütz und Friederike Wildner aus der Klasse 8 c des Stiftischen Gymnasiums wurden Landessieger. Foto: Axel Keldenich

Zu den ausgezeichneten Arbeiten gehörte auch das Projekt „Bauhaus = Bauhaus oder: Wie wir leben wollen“ von Emilia Pütz und Friederike Wildner. Die Schülerinnen der Klasse 8 c des Stiftischen Gymnasiums Düren demonstrierten mit ihren „Tiny Houses“ eine moderne Hauskombination, die Wohn- und Arbeitsraum miteinander verbindet. Der glückliche Zufall brachte den „Stiftlern“ und ihrem Lehrer Markus Golz gleich noch eine Belohnung: Sie gewannen eine von acht ausgelosten Studienreisen im Herbst nach Prag.

Weitere Pluspunkte für das Stiftische Gymnasium sammelte die Big-Band der Schule unter der Leitung von Astrid Michels. Die Musiker erhielten für ihre schwungvolle Umrahmung der Veranstaltung den verdienten Applaus.

(kel)
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