Beim Alkoholverbot in Düren drohen ab 17. Juni Strafen

Alkoholverbot in der Dürener Innenstadt : Ab dem 17. Juni drohen Strafen und Platzverweise

Während des Biermarktes an diesem Wochenende gilt das Alkoholverbot nicht, zumindest nicht auf dem Kaiserplatz. Es handelt sich um eine sogenannte „platzbezogene Ausnahme“, die das Amt für Recht und Ordnung ausgesprochen hat.

Seit einer Woche ist das erst einmal bis zum 31. Oktober zeitlich befristete Alkoholkonsumverbot im Stadtkern außerhalb der Gastronomie in Kraft. Informieren und Hilfsangebote unterbreiten lautet seitdem das Motto für den Städtischen Ordnungsdienst (SOD), durchgesetzt mit Sanktionen wird das Verbot noch nicht. Das aber wird sich ab dem 17. Juni ändern.

Ab dann werden die SOD-Kräfte Alkohol einziehen, Platzverweise aussprechen und Verwarnungsgelder ab 25 Euro verhängen, kündigt Dürens Erster Beigeordneter und Sozialdezernent Thomas Hissel an. „Denn was hilft ein Verbot, wenn es nicht auch durchgesetzt wird.“ Aber Hissel ist überzeugt, dass „wir ab dem 17. Juni niemanden mehr überraschen werden“. Dazu sollen Flyer dienen, mit denen die Alkoholkonsumenten auch auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden, ab Dienstag werden zudem mehr als 30 Hinweisschilder in der Innenstadt platziert, um über den Geltungsbereich des Alkoholverbots zu informieren.

Spätestens ab dem 1. Juli, eventuell auch bereits ein wenig früher, wird sich eine eigens zu diesem Zweck eingestellte Sozialpädagogin um die spezielle Klientel kümmern und damit eine zentrale Forderung der SPD im Zuge des von der CDU geforderten Alkoholverbots erfüllen. „Leider sind erste Stellenausschreibungen ins Leere gelaufen, so dass wir erst jetzt jemanden gefunden haben“, betont Hissel. Gezielte Ansprachen aber gibt es trotzdem bereits: von geschulten Mitarbeitern des Sozialamtes und des Amtes für Recht und Ordnung. Und das mit ersten Erfolgen, wie Rechtsdezernentin Christine Käuffer betonte.

Mit dem Alkoholkonsumverbot will die Stadt erreichen, dass Besucher Plätze und Wege nur deshalb meiden, weil sie Angst haben, auf angetrunkene und pöbelnde Zeitgenossen zu treffen, die eventuell auch an Wände urinieren oder Glasflaschen zerschlagen. Auch sollen Schüler an der zentralen Bushaltestelle Kaiserplatz vor negativen Einflüssen geschützt werden. Jeder Verstoß und jede getroffene Maßnahme würden dokumentiert, so dass Ende Oktober verlässliche Zahlen zum Erfolg oder Nichterfolg vorliegen, kündigt Käuffer an.

Ausnahmen gibt es im Übrigen nicht nur für den Biermarkt. Zudem sind brauchtumsbedingte und anlassbezoge möglich, die auch das ganze Innenstadtgebiet betreffen können, erklärt Simone Warawko. „Und das Gläschen Sekt nach einer Trauung vor dem Bürgerbüro ist weiter erlaubt“, ergänzt Christine Käuffer.

Mehr als 30 dieser Hinweisschilder werden ab Dienstag in der Innenstadt auf das Alkoholkonsumverbot hinweisen. Foto: ZVA/Jörg Abels
(ja)
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