Düren: Bei der Kneipentour vor allem Atmosphäre tanken

Düren: Bei der Kneipentour vor allem Atmosphäre tanken

Auftanken kann man bei der Dürener Kneipentour. Im doppelten Sinne. „Sie ist die Seele und Quelle der Dürener Jazztage”, sagt Bernd Ohlemeyer vom Dürener Jazzclub. Was 1991 direkt zum Start der Dürener Jazztage mit acht Kneipiers angefangen hat, ist inzwischen fester Bestandteil des jährlichen Events - und zählt nicht nur bei den Dürenern zu den beliebtesten Jazz-Highlights.

Das Konzept ist simpel aber effektiv: möglichst viele Kneipen, möglichst viele Bands, möglichst viel gleichzeitig, so dass sich die Tour von Kneipe zu Kneipe auch lohnt. Neben Jazz und Bier kann man dann vor allem viel Atmosphäre der Dürener Jazztage tanken, mehr noch, als bei den Einzelevents. Ohlemeyer: „Ohne das Engagement der Gastwirte gäbe es die Kneipentour natürlich nicht”, so Ohlemeyer.
Zumal: Alle Auftritte sind - wie bei den Jazztagen überhaupt - kostenlos.

Zum Auftakt der Kneipentour am Samstag, 14. August, spielen um 19.30 Uhr „Bottelneck” im Biergarten der Gaststätte „Zum Franziskaner”. Um 20 Uhr sitzt Jürgen Keymer im „Dolce Vita” am Piano und spielt Stücke von Benny Goodman und viel Bebop. Die Chicago Jazz & Blues Band tritt ab 21 Uhr im Dada auf, Susanne Schneider und Gero Körner präsentieren zur gleichen Zeit im „Nachrichtentreff” Swing, Blues und Boogie Woogie. Ab 22 Uhr kann man sich dann so richtig in den Jazzabend stürzen. Udo Schild, der unter anderem schon mit Max Mutzke zusammengearbeitet hat, spielt sein hervorragendes Soloprogramm im „Gusto Uno”.

Im „Extrablatt” präsentiert die Truppe „Mit freundlichen Grooves” zusammen mit Willy Ketzer moderne Songs von Lady Gaga über Robbie Williams bis Lena im Swing-Gewand. Schon zum dritten Mal mit dabei ist Bernie Fawcett aus Liverpool, der im „Scoozie” zu Gast ist. Richtig einheizen wird die Aachen-Dürener Formation „Duo Infernale” in „Harry´s American Bar”. Sie spielen Stücke von den Blues Brothers und Joe Cocker. Überraschend dürfte der Auftritt von „Rodriguez” werden - der One-Man-Swing-Band in der „Chicki Micki Cocktail Lounge. Das Gitarren-Duo Starke und Gorter tritt im „Komm” auf, „Echoes of NÔawlins” sind bei „LeoÔs Haltestelle” zu Gast und im „Caf International” bei der Evangelischen Gemeinde spielen „Jazzify” Jazz der 50er und 60er Jahre. Die Post abgehen dürfte auch im „Köpi”. Dort treten „The Juke Joint Pimps” auf, deren Konzerte dann auch schon mal bis vier Uhr morgens dauern können.