Düren: Bei den Stadtwerken läufts rund

Düren: Bei den Stadtwerken läufts rund

Die Stadtwerke Düren (SWD) haben im vergangenen Jahr einen Gewinn von 7,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist eine halbe Million mehr als 2010, sagte SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz.

Es sei ein „ebenso schwieriges wie erfolgreiches Jahr gewesen”, so Klocke. Da der Stadt Düren ein Viertel des Energieunternehmens gehört, kann sie sich über eine entsprechende Ausschüttung freuen. Drei Viertel am Unternehmen hält ansonsten RWE. Bekräftigt wurde am Donnerstag im SWD-Haus an der Arnoldsweilers-straße, dass der Strompreis bis Endes dieses Jahres, der Gaspreis mindestens bis Ende Juli stabil bleiben werde.

Während durch die milde Witterung in den Heizperioden der Erdgasabsatz zurück gegangen ist (minus 16 Prozent), verzeichnet das Unternehmen beim Stromverkauf ein Plus von mehr als zehn Prozent. Der Absatz von Gas ging um 7,3 Prozent zurück. Vor Abzug der Steuern war das Betriebsergebnis der Dürener Stadtwerke im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 rückläufig. Es betrug 10,7 Millionen (minus 7,4 Prozent). Dass unter dem Strick dennoch ein Gewinn bleibt, sei dem Umstand geschuldet, dass SWD eine geringere Steuerquote zugute kam, wie Geschäftsführer Klocke und der Vertriebsleiter Services, Jürgen Eismar, erläuterten.

SWD haben letztes Jahr 6,9 Millionen Euro investiert (2010: 7,4). Der Umsatz insgesamt beläuft sich auf 153,1 Millionen, 2010 waren es 149,5 Millionen Euro.

Weiter ein großes Thema sei die Energiewende, hieß es am Donnerstag. SWD sind auf diesem Feld in der Region unter anderem mit Solar- und Biogasanlagen unterwegs. Weiter weg, etwa in Schleswig-Holstein und Schottland, sind die Stadtwerke an einem Windpark beteiligt. Dieses Engagement soll ausgebaut werden.

„Das Vertrauen unserer Kunden ist uns wichtig”, sagte Jürgen Schulz, Leiter der Unternehmenskommunikation. Eine repräsentative Befragung der Kunden 2011 habe eine „hohe Zufriedenheit der Kunden ergeben”.

Für 2012 geht die SWD-Führungsspitze davon aus, dass der Wettbewerb „in den Kerngeschäften Energie und Wasser weiter wachsen wird”. Ingo Vosen, Leiter Vertrieb, sprach von 100 Wettbewerbern im Stromsektor und etwa 40 im Bereich Gas. SWD wollen sich weiter sozial, sportlich und kulturell in der Region engagieren. Gegründet wurde bekanntlich eine Kulturstiftung, die mit einem Kapital von 1,5 Millionen Euro ausgestattet ist.

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