Düren: Bedarfsampel kommt: Verwaltung reagiert auf Verkehrsbelastung

Düren: Bedarfsampel kommt: Verwaltung reagiert auf Verkehrsbelastung

Auch ohne die ursprünglich für nach den Osterferien angesetzte Verkehrszählung will die Stadtverwaltung jetzt auf die zunehmende Verkehrsbelastung in Arnoldsweiler reagieren.

Anke Leimert, stellvertretende des Dürener Tiefbauamtes: „Wir werden im Bereich der Bürgewaldstraße eine Bedarfsampel einrichten.“ Die könnte gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Anke Leimert: Für die Fußgänger, insbesondere sind es Schulkinder, wird die Problematik vor Ort wesentlich entschärft.“ Gleichzeitig geht sie davon aus, dass die Route für Autofahrer dadurch vielleicht auch unattraktiver wird.

Entlastung durch neue Abfahrt

Beschwerden aus Arnoldsweiler gibt es vor allem seit dem Wegfall der Schoellerbrücke und die Reduzierung auf zwei Fahrspuren über die Behelfsbrücke. Arnoldsweiler gilt als eine der Ausweichstrecken. Eine weitere Entlastung verspricht sich Leimert von der Öffnung der Autobahnabfahrt bei Merzenich aus der Kölner Fahrtrichtung. „Das wird so ein bis zwei Monate dauern, bis die Autofahrer das annehmen. Das ist immer ein schleichender Prozess“, erklärt Leimert.

Wer aus Köln kommt, hat künftig die Wahl: durchfahren bis Düren, oder bereits in Arnoldsweiler abfahren, um über die L 264 und die Kölner Landstraße nach Düren zu gelangen. Die Verkehrsprognose sagt zumindest voraus, dass der Verkehr größtenteils über die L264 abfließen wird. Leimert: „Ich gehe davon aus, dass diese Entlastungen auch eintreten werden.“ Die werden aber nicht automatisch dafür sorgen, dass die Verkehrssituation in Arnoldsweiler plötzlich vollkommen entspannt sein wird. „Bei 8500 Fahrzeugen am Tag haben wir an dieser Stelle ein grundsätzliches Problem“, argumentiert Leimert.

Am Verkehrslenkungskonzept für die Großbaustelle Schoellerstraße ändern die Entlastungen freilich sowieso nichts. Hier ist es aus Sicht von Anke Leimert spannender, die Verkehrsentwicklung zahlenmäßig zu erfassen: „Die neuen Messgeräte sind zwar angeschafft, funktionieren aber noch nicht einwandfrei.“ Gerade der Vergleich der Ist-Zahlen mit den Werten nach der Öffnung der Autobahn wäre für die Verkehrsplanerin spannend. Das nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der Klagen über Lärm- und Feinstaubbelastungen im Bereich der Schoellerstraße.

Eine Entlastung für die Euskirchener Straße wird es vermutlich erst nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße B 56n geben. Hier werden nach wie vor die Stickstoffdioxidwerte vom Landesumweltamt gemessen. Die Ergebnisse sind konstant hoch und lagen 2012 und 2013 unverändert im Jahresmittel über den zulässigen Werten.

(bugi)