Baumpflege: Rückschnitt zwischen Brück und Schmidt

Baumpflege zwischen Brück und Schmidt : „Schnell ist die Natur wieder schöner als vorher“

Pflegeschnitt nennen es die Fachleute, Kahlschlag die Kritiker: Zwischen dem 31. Oktober und dem 28. Februar, also bis die Vögel mit dem Nestbau beginnen, darf der Landesbetrieb Straßen NRW Büsche und Bäume am Straßenrand zurückschneiden. Und stets aufs Neue gefällt der winterliche Rückschnitt nicht jedem.

Recht umfangreich hat die Straßenmeisterei in diesen Tagen zwischen den Nideggener Ortsteilen Schmidt und Brück gearbeitet. Mehrere Bäume wurden gefällt, Büsche zurückgeschnitten, Totholz aus den Bäumen entfernt. „Wir sorgen dafür, dass das Totholz nicht auf die Fahrbahn fällt, verjüngen den Baumbestand und schneiden Äste zurück, die sonst in die Fahrbahn ragen würden“, erklärt Bernd Aulmann vom Landesbetrieb. „Wenn wir ganz Gruppen von Bäumen fällen, dann liegt es daran, dass deren Standfestigkeit nicht gewährleistet werden kann. Einzelne Bäume fällen wir auch, um Platz für andere Bäume zu schaffen, wenn diese zu dicht beieinander stehen.“

Auch dem Landesbetrieb ist bewusst, dass dies zunächst im Winter ein kahles Bild ergibt, vor allem, wenn Pflanzen „auf den Stock“ gesetzt, also bis wenige Zentimeter über der Erde abgeschnitten, werden. „In ein bis zwei Jahren sieht aber alles schöner aus als vorher“, versichert Aulmann. Von Zeit zu Zeit sei ein Rückschnitt an den Straßen aber eben erforderlich, und jeder Streckenabschnitt ist immer mal wieder an der Reihe. Bei instabilen Beständen kann laut Landesbetrieb auch ein stärkerer Rückschnitt erforderlich sein, damit die Pflanzen neue, stabile Triebe ausbilden können. Gut zehn Millionen Euro gibt der Landesbetrieb in NRW für Gehölzpflege an den Landesstraßen aus.

Und weil der Landesbetrieb sich oftmals mit Kritik an der Baumpflege konfrontiert sieht, hat er auf der Internetseite www.strassen.nrw.de/de/umwelt/gehoelze-an-strassen/gehoelzpflege.html umfangreiches Informationsmaterial zusammengestellt, beantwortet dort Fragen und zeigt auch Vorher/Nachher-Bilder von Rückschnittmaßnamen. Dort gibt es auch eine Karte an der Interessierte sehen können, wo Gehölzpflege stattfindet, und eine Liste mit geplanten größeren Maßnahmen.

(smb)
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