Dürener Ostumgehung B56n: Bau des nördlichen Abschnitts verläuft nach Plan

Dürener Ostumgehung B56n : Bau des nördlichen Abschnitts verläuft nach Plan

Der leichte Frost und das bisschen Schnee stellen die Baufirmen noch vor keine Probleme: Die Arbeiten am nördlichen Teilabschnitt der Ostumgehung laufen planmäßig weiter.

Am Arnoldsweilerweg werden dieser Tage die Fundamente der einmal 3,50 Meter hohen Lärmschutzwände vorbereitet, die den Anwohnern an beiden Seiten der B 56n das Leben erleichtern sollen, wenn ab Ende 2020 täglich bis zu 20.000 Fahrzeuge einen Bogen um die Stadt machen. 

Auch Entwässerungskanäle werden in diesem Bereich noch verlegt, bevor im Sommer der aufwendigste Abschnitt der Ostumgehung ansteht: Der Bau einer siebenspurigen Brücke der B 56n über die Rurtalbahnstrecke Düren-Jülich und der Anschluss der Umgehungsstraße an die bestehende Bundesstraße mit einem fast schon monumentalen Kreuzungsbauwerk. Parallel wird dann auch eine zweite Brücke über die Rurtalbahn entstehen, die den Heer- und Arnoldsweilerweg mit der Großkreuzung verbindet.

Mit Beginn dieser Arbeiten werden sowohl der Arnoldsweilerweg als auch die bisherige Heerweg-Brücke über die Bahn gesperrt. Ab wann sich Pendler zwischen Arnoldsweiler und Düren einen anderen Weg suchen müssen, ist jedoch noch offen. Ein genaues Datum kann Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßen.NRW noch nicht nennen, noch sind nicht alle Aufträge vergeben: „Im Sommer.“

Wenn die Großkreuzung B 56 alt/neu gebaut wird, müssen sich die Verkehrsteilnehmer ebenfalls auf Einschränkungen einstellen. Komplett gesperrt werden aber muss die wichtige Zufahrtsstraße zur Stadt nicht, weil das Gros der Kreuzung neben der bestehenden Bundesstraße entsteht. „Zwei Fahrspuren werden immer zur Verfügung stehen“, versichert Meyer, eine stadtein- und eine stadtauswärts. Dies wird sich erst 2021 ändern, wenn nach Abschluss der Arbeiten an der Ostumgehung die  marode Brücke der Bundesstraße über den Heerweg erneuert werden muss. Für den Abriss, das Reinschieben der neuen Brücke, die neben der alten gebaut werden soll, und die Asphaltarbeiten muss der Verkehr für einige Wochen komplett umgeleitet werden.

Der vierspurige Neubau zwischen Kölner Landstraße und Arnoldsweilerweg verläuft bislang nach Plan. Auch ein großes Versickerungsbecken mit einem Öl- und Schmutzfang, in dem das auf der Umgehungsstraße anfallende Niederschlagswasser gesammelt und gereinigt wird, bevor es im Boden versickert, ist bereits fertig.

„Die Fahrbahn ist in großen Teilen schon komplett asphaltiert und markiert“, erklärt Meyer. Die Brücke über die Merzenicher Straße ist zur Hälfte fertig, rund um Ostern soll sie komplett stehen. Auch die Kreuzung B 56n/Brückenstraße ist bereits weitgehend fertig. „Nur zwischen Bahnstrecke und Distelrather Straße muss noch ein kleiner Bereich asphaltiert werden“, erklärt Meyer. Ampeln und Straßenlaternen stehen bereits. Vorzeitig freigegeben aber soll der Abschnitt zwischen Kölner Land- und Brückenstraße nicht. „Das würde keinen Sinn machen“, betont Meyer. Lediglich die zurzeit gesperrte Brückenstraße soll nach heutigem Stand Ende Februar wieder für den Verkehr zwischen Gewerbegebiet Distelrath und Merzenich geöffnet werden.

Die Kosten des wichtigsten Verkehrsprojekts für Düren in den vergangenen Jahrzehnten sind mittlerweile auf rund 39 Millionen Euro gestiegen, inklusive Grunderwerb. Beim Spatenstich Ende Dezember 2013 war noch von 33,39 Millionen Euro für das Gesamtprojekt die Rede, die vom Bund finanziert werden. Arnd Meyer spricht von einer nicht unüblichen Baukostensteigerung, schließlich seien die ursprünglichen Berechnungen mehr als zehn Jahre alt.  „Und wir haben keine zusätzlichen Maßnahmen umgesetzt.“

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