Garteninsel am Schloss Burgau: Barocker Ruhepol statt baufälliger Grillhütte

Garteninsel am Schloss Burgau : Barocker Ruhepol statt baufälliger Grillhütte

Die barocke Garteninsel am Schloss Burgau ist nun offiziell eingeweiht worden. Für einen Moment war es da mit der Ruhe vorbei. Aber die Menschen, die sich plötzlich hier tummelten, haben alle mit dazu beigetragen, dass dieses Fleckchen Erde so schön geworden ist.

So auch Harry Kurt Voigstberger, Staatsminister a.D. und Ehrenpräsident der NRW-Stiftung. Seine Institution hat die Hälfte der Kosten von 200.000 Euro aufgebracht. Erwähnenswert ist sicherlich auch Willi Müller, der mit seinen Freunden vom Förderverein Schloss Burgau die Renovierungsmaßnahmen im schlossnahen Park unterstützt hat.

Zur Erinnerung: Hier befand sich eine baufällige Grillhütte, die nur noch als Schandfleck bezeichnet werden konnte. Das gesamte Areal war verwildert und der Blick auf die Burg versteckt. Diente die Garteninsel früher Familien als Naherholungsgebiet, so war der Platz in den vergangenen Jahren nur noch vermüllt und bereitete Spaziergängern Unbehagen.

Nachdem nicht heimisches Gestrüpp entfernt worden ist, wirken drei riesige Bäume noch einmal gigantischer. Franz Rüttgers ist von „dieser Dreier-Konstellation“ begeistert, kann aber noch nicht sagen, um welche Bäume es sich handelt: „Die werden jetzt im Herbst bestimmt.“ Ansonsten weiß Rüttgers, der als Obstbaumwart ehrenamtlich für die Anlage tätig ist, so ziemlich alles über Obstbäume. So sind mit seiner Beratung auf der Garteninsel alte heimische Sorten angepflanzt worden.

„Das sind Apfel-Quitte, Birnen-Quitte, Rambur, Bohnapfel und Blauer Kölner“, zählt der Experte auf. Und auf der Obstwiese nebenan werde bald auch wieder der Boskop wachsen. Ein rotbackiger Apfel, der auch für Kinder nicht zu sauer ist. „Die Garteninsel wurde nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten überarbeitet“, so Bürgermeister Paul Larue. Am auffälligsten sind die neuen Parkbänke, das Wegekreuz und der freie Platz, an dem die Grillhütte stand.

Auch ein paar Bäume mussten weichen. „Die gehörten aber hier nicht hin, versperrten den Blick auf das Schloss und waren krank“, so Verena Schloemer auf Nachfrage. Bemerkenswert ist auch die neue Brücke, oder das „was den Anschein einer Brücke hat“, lacht Heiner Wingels, Leiter des städtischen Bauamtes.

Nach Abriss der einsturzgefährdeten Brücke wurden mit den alten Bruchsteinen zwei neue Überfahrten geschaffen.

(wey)
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