Niederau: Barocke Garteninsel am Schloss Burgau nimmt Formen an

Niederau : Barocke Garteninsel am Schloss Burgau nimmt Formen an

Die sogenannte Garteninsel am Schloss Burgau nimmt langsam Gestalt an. Dort, wo vor wenigen Wochen noch verlandete Gräben, dichtes Gestrüpp, eine wenig hübsche Grillhütte und eine schöne Wiese waren, bildet sich langsame ein geometrisches Wegenetz heraus.

In der Mitte des Kreuzes ist das Rondell schon klar zu erkennen. Die Gräben, die die Anlage erst zu einer Insel machen, sind freigebaggert worden und können sich bald mit Wasser füllen.

Symbolischer Spatenstich: Willi Müller (2.v.r.) und Jürgen Grude (2.v.l.) vom Förderverein des Schlosses hatten reichlich Unterstützung, unter anderem von Bürgermeister Paul Larue (4.v.l.) und Eckhard Uhlenberg (5.v.l.), dem Präsidenten der NRW-Stiftung. Foto: Sarah Maria Berners

Es tut sich was am Schloss. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts soll es das beliebteste Ausflugsziel der Dürener gewesen sein. Rund um das Schloss ist bei schönem Wetter auch jetzt oft der Bär los, aber noch sind nicht alle Schätze, die das historische Areal zu bieten hat, sichtbar. Das große Ziel einer Gastronomie auf der Hauptburg ist noch nicht erreicht. Aber mit der barocken Garteninsel hat der „Verein der Freunde und Förderer von Schloss Burgau“ einen riesigen Sprung gemacht. Die Kosten für die Umgestaltung des Areals schätzt die Stadt derzeit auf 200.000 Euro. Die Investitionen in die Garteninsel werden zu 50 Prozent von der NRW-Stiftung finanziert, maximal jedoch 115.000 Euro. Sponsoren sorgen zum Beispiel für die Befüllung der Wassergräben und Bänke.

Die auf der Insel entstehenden Wege werden mit Metallkanten vom Rasen abgegrenzt, auf den Flächen wird Rasen gesät. Obstbäume sollen das Bild ergänzen, die Lücken in den umlaufenden Hecken sollen geschlossen werden.

Alle drei Brücken zur Insel sollen Metallgeländer nach historischem Vorbild erhalten. Fußgänger werden die Insel künftig vom Schloss aus über eine Natursteinbrücke erreichen, die alte war bei einer Prüfung durchgefallen und musste sofort entfernt werden. Auf der südlichen Seite wurde eine ebenfalls alte Brücke abgerissen und eine Zufahrt für die Pflegefahrzeuge geschaffen.

Alte Bäume pflanzen

Die südliche Garteninsel, auf der eine Streuobstwiese angelegt werden soll, ist ebenfalls über eine Steinbrücke zu erreichen. Der ehrenamtliche Obstbaumwart Franz Rüttgers aus Schlagstein wird dort alte Bäume entfernen und neue pflanzen. Auf der Wiese sollen dann auch Baumschnittkurse angeboten werden.

Beim offiziellen Spatenstich für die Gartenanlage erinnerte Bürgermeister Paul Larue daran, dass es dem ehrenamtlichen Engagement der Niederauer — den Anfang machten die Schützen — zu verdanken ist, dass das Schloss in seinem heutigen Zustand ist. „Als ich in den 60 er Jahren ein Kind war, waren hier eine Ruine, viel Gestrüpp und Stacheldraht“, sagte Larue.

Angestoßen hatte die Erneuerung der barocken Garteninsel der Förderverein. Entsprechend groß ist die Freude bei dessen Vorsitzendem Willi Müller und seinem Stellvertreter Jürgen Grude, die das Fortschreiten der Bauarbeiten aufmerksam beobachten. Noch mehr freuen sie sich darauf, wenn die Niederauer und Dürener die fertige Insel anschauen und sich dort erholen können.

(smb)